Auch Autor Bernd Kietzke besucht eine Aufführung von „Midlife-Express“

Theatergruppe des Heimatvereins lädt zur Premiere am 20. Juni ein : Mit dem ICE von Lammersdorf nach Berlin

Premiere in Lammersdorf: Am 20. Juni hält dort ein ICE. Das geschieht nicht im Rahmen einer vorschnellen Umsetzung der angedachten städtregionalen Nord-Süd-Achse, sondern der ICE-Halt findet im Pfarrheim statt. Dort lädt die Theatergruppe des Heimatvereins zu einer Komödie in drei turbulenten Akten ein, die in einem Abteil des Paradezuges der Deutschen Bahn über die Bühne gehen.

„Midlife-Express" heißt der vielversprechende Spaß, der am Donnerstag, 20. Juni, Premiere hat (18 Uhr) und an den drei folgenden Tagen im Pfarrheim auch noch genossen werden kann. „Wir freuen uns schon mächtig auf die Aufführungen", erklärt Regisseur und Mitspieler Gerd Skropke mit Enthusiasmus und leuchtenden Augen und verweist auf die Begeisterung, mit der sein Team bei den seit Februar stattfindenden Proben bei der Sache ist. Geprobt wird seit diesem Zeitpunkt ein Mal wöchentlich in den Räumlichkeiten des Malteser Hilfdienstes (MHD). Bei allem „Probenernst" geht es dabei zur Einstimmung stets überaus locker zu und man gönnt sich vorab auch schon einmal ein Gläschen Rot- oder Weißwein. Dazu gibt es in der Regel kleine Leckereien, die von der Damencrew des Ensembles mitgebracht wurden, so dass man dann nach intensivem Plausch auch hochkonzentriert in die Proben einsteigen kann. Dank der Größe der MHD-Räumlichkeiten ist dort auch das komplette Bühnenbild aufgebaut, so dass man auf die Premiere bestens vorbereitet ist.

In dem Dreiakter treffen sich im Übrigen drei Paare im Zugabteil zu ihrem jährlichen Ausflug nach Berlin. Da sie nicht mit ihren Ehepartner unterwegs sind, erhalten Fahrt und Handlung schnell einen gewissen Pfiff, den sich die Protagonisten nicht in ihren wildesten Phantasien ausgemalt hatten. Bahnpersonal und unbeteiligte Mitreisende werden unweigerlich von einem Sog von Streitereien, absurden Situationen und gnadenlosen Abrechnungen mitgerissen.

Gerd Skropke dazu: „Bahnfahren ist wie eine Beziehung. Man kann aussteigen, man kann zusammen weiterfahren und manchmal kommt auch einfach das Schild Endstation."

Die Aufführungen am 21. und 22. Juni beginnen um 20 Uhr. Am Sonntag, 23. Juni, hebt sich der Vorhang wie bei der Premiere an Fronleichnam (20. Juni) bereits um 18 Uhr. Skropke freut sich zudem darüber, dass sich der Autor der Komödie, Bernd Kietzke, zur Vorführung am 22. Juni angesagt hat.

Bestellungen und Kartenvorverkauf erfolgen unter der Telefonnummer 02473/68575 oder per E-Mail an theaterkarten@email.de. Der Kartenpreis beträgt neun Euro. (ani)

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