Anwohner aus Steckenborn haben Probleme mit der Telekom

Ohne Verbindung : Anwohner aus Steckenborn haben Probleme mit der Telekom

Erst klagten Bürger aus Eicherscheid darüber, seit dem 23. Dezember keine Telefon- und Internetverbindung zu haben, nun haben Anwohner in Steckenborn das gleiche Problem.

Einer von ihnen ist Udo Bongard, der in der Straße Im Gärtchen wohnt. Schon seit Weihnachten habe auch er keine Telefonverbindung mehr, erläutert er. Laut seinem Anbieter, der Telekom, seien in der Straße mehrere Häuser nicht zu erreichen.

Schuld daran sei ein Wasserschaden, gab die Telekom am vergangenen Freitag auf Nachfrage der Redaktion an. 50 Meter Kabel müssten ausgetauscht werden. Spätestens bis zum vergangenen Montag hätte der Schaden behoben sein sollen, versprach der Telekom-Sprecher Andreas Leigers. Doch passiert ist laut Bongard nichts. „Um den Schaden zu beheben, müsste ja ein Bagger vor Ort sein oder Absperrungen aufgestellt. In ganz Steckenborn ist aber keine Baustelle der Telekom“, sagt er.

Stattdessen werde man immer weiter von den Servicemitarbeitern vertröstet. „Es wird einem gesagt, dass der Schaden bis zum nächsten Tag um 17 Uhr behoben sei“, sagt er. Und ergänzt: „Der Schaden wird natürlich nicht behoben, aber der Kunde ist für den Tag erst mal beruhigt. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.“

Bereits zwei Mal habe die Telekom seit Anfang Januar mit Bongard einen Termin ausgemacht, an dem ein Techniker vorbeikommen sollte, erzählt er. „Ich habe dann da gesessen, aber keiner kam. Es gab nicht mal eine Info, dass doch keiner kommen würde“, erzählt er. Auf eine Entschuldigung seitens des Telefonanbieters habe er daraufhin vergeblich gewartet. Bei weiteren Telefonaten hätten die Mitarbeiter dann sogar einfach aufgelegt. „Dann kann der Kunde sein Glück beim nächsten Mal versuchen.“

Auch der Gemeinde Simmerath ist das Problem mit den Anschlüssen bekannt. Bereits am 4. Januar hätte sich eine Anwohnerin aus Steckenborn an die Verwaltung gewandt. Daraufhin fragte diese nach eigenen Angaben ebenfalls zweimal bei der Telekom nach. Man warte noch auf die verkehrsrechtliche Anordnung, um die Arbeiten an der Straße vornehmen zu dürfen, hieß es daraufhin. „Allerdings habe die Telekom derzeit in der Eifel ein massives Störungsaufkommen und daher könne man nicht genau sagen, wann die Störungen letztlich behoben werden“, gibt Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns die Aussagen des Telefonanbieters wieder.

Wie lange es noch dauert, bis das Kabel tatsächlich ausgetauscht wird, bleibt also abzuwarten. Für Bongard bedeutet das vorerst zweieinhalb Stunden Autofahrt täglich mehr, denn statt wie bisher in seinem Homeoffice zu arbeiten, muss er nun nach Viersen fahren – mit einem unguten Gefühl im Bauch. „Ich habe ein kleines Kind zu Hause. Der Handyempfang ist sehr schlecht. Im Notfall könnte man von uns zu Hause aus vielleicht nicht mal einen Rettungswagen rufen, wenn etwas passiert.“

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