Nordeifel: Anhaltende Trockenheit und Wärme bestimmen den Juni

Nordeifel : Anhaltende Trockenheit und Wärme bestimmen den Juni

Auch der erste Sommermonat war in diesem Jahr deutlich zu warm, wie schon die Monate April und Mai. Der legendäre Juni 2003 bleibt aber in der Nordeifel der Juni-Spitzenreiter. In diesem Jahr wurden zwischen Kalterherberg und Roetgen Mitteltemperaturen von 14,9 bis 16,3 Grad Celsius gemessen (Mont Rigi nur 14,5 Grad).

Nur wenige Junimonate schafften im Raum Monschau-Kalterherberg mehr als 15,0 Grad: 2003 mit 15,7 Grad, 2017 mit 15,7 Grad, 1947 mit 15,5 Grad und 1998 mit 15,4 Grad. Die Abweichungen vom Langzeitwert betrugen in diesem Jahr +1,3 bis +1,6 Grad. Rund um Aachen, Alsdorf und Stolberg wurden sogar Durchschnittstemperaturen von 17 Grad gemessen (in Aachen-Burtscheid 17,5 Grad). Im vergangenen Jahr meldete Aachen-Hörn sogar 20,0 Grad als Mittelwert im Juni.

Schafskälte, aber kein Frost

Im ersten Drittel des Monats gab es viele Sommertage, danach wurde um den kalendarischen Sommeranfang die kühlste Phase (Schafskälte) notiert. Bodenfröste wie in anderen Jahren traten aber in der Nordeifel diesmal nicht auf. Die Höchstwerte der Temperaturen stiegen bis fast an die 30-Grad-Marke: 29,7 Grad in Burtscheid und Stolberg, 28,6 Grad in Aachen-Orsbach, 28,1 Grad in Höfen und Schmidt, 27,6 Grad in Mützenich, Roetgen und Kalterherberg sowie 26,7 Grad am Windpark Schöneseiffen.

Die Zahl der Sommertage über 25 Grad war in allen Höhenlagen überdurchschnittlich. Zwischen Höfen und Monschau wurden drei bis fünf Sommertage zusammengerechnet, in Aachen je nach Lage zur Innenstadt sogar sechs bis zehn Sommertage.

Schauen wir auf den für die Landwirtschaft so wichtigen Faktor Niederschlag: Ohne die Regenmengen vom 1. Juni wäre die Situation der Bodenfeuchte jetzt Anfang Juli noch wesentlich angespannter gewesen. Die Regensummen waren — wie schon in den Vormonaten — sehr gering. Hier drei Beispielorte und die Abweichungen: Kalterherberg 66 Liter pro Quadratmeter (Mittel 94 l); am 1.6. enorme 40,1 l/qm, Höfen 76 l/qm (Mittel 77 l); am 1.6. enorme 42,8 l/qm, Aachen-Orsbach 34 l/qm (Mittel 82 l); am 1.6. nur 11,6 l/qm. Die Situation war besonders im Nordkreis Aachen mit den großen landwirtschaftlichen Flächen sehr angespannt, zum Teil fiel nicht einmal ein Drittel des Normalregens.

Schwere Unwetter blieben bei uns zum Glück aus, sie traten an der Mosel, an der Saar und in der Südeifel rund um Daun und Bitburg auf.

Die Sonnenscheinbilanz blieb normal bis leicht überdurchschnittlich. Rekordwerte von 250 Sonnenstunden wie im Jahr 2003 konnten nicht abgelesen werden. Hier einige Summen aus dem Kreisgebiet: Windpark Schöneseiffen 200 Stunden, Aachen 190, Windpark Schmidt 189 und Monschau-Mützenich 188.

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