André Koll baut einen riesigen Schneemann in Steckenborn

André Koll baut in Steckenborn : Vielleicht der größte Schneemann in der Nordeifel

Zwar ist für diese Woche kräftiges Tauwetter für die Nordeifel angesagt, aber noch regiert die weiße Pracht. So ist es auch bei André und Jutta Koll in der Steckenborner Kuhlenstraße.

Doch in ihrer Hofeinfahrt sind die Schneemassen nicht, wie es oft zu sehen ist, lieblos mit der Schneefräse zu einem großen Berg zusammengeschoben. André Koll hatte eine andere Idee, Herr über den weißen Gruß von oben zu werden.

„Am Donnerstag haben wir drei einen riesigen Schneehaufen auf die Wiese geschaufelt. An dem Tag pappte der Schnee aber nicht so gut, so dass wir nichts formen konnten“, erklärt André Koll. Gemeinsam mit seinen beiden Söhnen Moritz (sieben Jahre) und Timo (vier Jahre) hatte er den Plan gefasst, einen riesigen Schneemann zu bauen. In der Nacht auf Freitag hofften die drei dann auf starken Frost, „was dann zum Glück auch so war“. Somit waren die perfekten Bedingungen gegeben, und dem Bau des Schneemanns stand nichts mehr im Wege.

„Am Samstag haben wir dann in vier Stunden aus dem Schneehaufen einen Schneemann in Form eines Clowns geformt. Nun hielt der Schnee auch gut, so dass er für uns gut formbar war“, sagt André Koll lächelnd. Mit sichtbar viel Liebe zum Detail hat Koll dieses einzigartige Exemplar von Schneemann geschaffen.

Um dem Schneemann ein Gesicht zu geben und ihm förmlich Leben einzuhauchen, hatte er einen guten Einfall: „Abschließend machten wir den Schnee dann noch mit normaler Sprühfarbe und mit buntem Karnevals-Haarspray bunt. So kommt er viel besser als Clown zur Karnevalszeit zur Geltung“, so der kreative Schneemann-Bauer. Und so bietet sich allen Nachbarn, Autofahrern und Wanderfreunden aktuell ein alles andere als alltägliches Bild, wenn sie das Haus der Familie Koll in der Steckenborner Kuhlenstraße passieren. „Die Reaktionen bisher waren enorm. Ich weiß nicht, wie oft er bereits fotografiert wurde. Auf jeden Fall ist er der Fotostar der Kuhlenstraße“, erzählt André Koll.

Das Prachtexemplar misst circa eine Höhe von 2,50 Metern, eine Breite von 3 Metern, und lang, bis zu den Schuhsohlen, ist er sogar 4 Meter. Ob Koll auch generell ein Freund des Winters ist? „Ich bin eher ein Sonnenanbeter, doch der Winter hat auch schöne Seiten. Ich finde es toll, wenn so viel Schnee liegt und man mit den Kindern draußen spielen kann und so etwas bauen kann.“ Daher konnte er seinen beiden Söhnen natürlich auch nicht den Bau eines riesigen Schneemanns abschlagen. Auch freue er sich, wenn er anderen eine Freude bereiten und ihnen ein Lächeln ins Gesicht zaubern könne. Ein Clown sei da genau das Richtige, da dieser nicht nur zur Karnevalszeit Kinderaugen funkeln lasse.

Sogar einen Namen haben sich die drei für ihren Schneemann überlegt: „Da das Schneetief am vergangenen Montag ‚Oskar’ hieß, haben wir ihn kurzerhand Dick Oskar genannt“, sagt Koll schmunzelnd.

Aufgrund des prognostizierten Tauwetters und der höheren Temperaturen wird er vermutlich nicht allzu lange halten. Doch die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt: „Nun wacht er als Clownbudda über die Kuhlenstraße und hofft auf weitere frostige Tage, so wie wir natürlich auch“, erklärt Koll, bevor er selber das Kunstwerk noch einmal genau betrachtet. Denn wenn es noch eine Zeit lang kalt bleibt, kann der bunte Dick Oskar, der bereits aus weiter Ferne zu sehen ist, noch eine Zeit lang auf seinem Platz thronen.

(maxs)
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