Nordeifel: Am 16. April heißt es „Leinen los” bei der Rurseeflotte

Nordeifel: Am 16. April heißt es „Leinen los” bei der Rurseeflotte

Insgesamt 806 PS mit jeweils zwei Diesel- und zwei Elektromotoren warten darauf, in Gang gesetzt zu werden.

Nach der Winterpause starten die vier Schiffe der Rurseeflotte auf dem Rur- und Obersee am 16. April mit dem täglichen Schiffsverkehr. Derzeit laufen die Schiffe in der Vorsaison nur am Wochenende aus.

Die Leiterin der Rurseeschifffahrt KG, Waltraud Heuken, und ihre Mitarbeiter sind momentan noch dabei, den Schiffen den letzten Schliff zu geben. An der „Stella Maris” und und der „Aachen”, die in Schwammenauel vor Anker liegen, wurden jedenfalls noch eifrig geschrubbt und gestrichen.

Diese beiden Schiffe sind mit jeweils über 37 Metern Länge auch die größten der weißen Flotte und können 490 beziehungsweise 472 Personen („Aachen”) befördern. Angetrieben werden sie von leistungsstarken Dieselmotoren.

Auf dem Obersee verkehren wie gewohnt die „Eifel” und die „St. Nikolaus”, die mit Elektromotoren ausgestattet sind und 250 beziehungsweise 176 Personen befördern können. Diese beiden Schiffe wurden im übrigen vom Schiffs-TÜV, dem so genannten „SUK” geprüft. Hierfür mussten die circa 20 Meter langen Boote aus dem Obersee geholt werden, damit sie von allen Seiten geprüft werden konnten.

Waltraud Heuken erläuterte, dass dies je nach Wasserstand ein nicht ganz einfaches Prozedere ist, was in diesem Jahr auch noch der „Aachen” auf dem Rursee bevorsteht.

Aufgrund neuer Richtlinien wurden alle Boote mit Schwimmwesten für jeden Fahrgast ausgestattet. Die Fahrgäste müssen beim Betreten der Schiffe die Westen allerdings nicht anlegen; sie liegen für den Fall, dass ein Schiff in Not gerät, griffbereit. Eine erst auf den zweiten Blick beachtliche Investition, denn es waren fast 1400 Schwimmwesten für nahezu 20.000 Euro anzuschaffen. Neben diesen Utensilien tragen aber seit jeher vor allem die sechs Kapitäne der Flotte mit ihrer großen Erfahrung zur Sicherheit für die Fahrgäste bei.

Einer von ihnen ist Herbert Harth, der seit 43 Jahren den Rursee befährt und dort quasi zu Hause ist. Er wird auch in dieser Saison an mehreren Wochentagen die Schiffsglocke zur Abfahrt läuten.

Spezielle Veranstaltungen finden auf den Boten auch in dieser Saison wieder statt. So darf man sich am 28. Mai auf „Wibbelstetz” an Bord freuen, die begehrten Fahrten zum Rursee in Flammen (23. Juli) und am 27. November die beliebten Nikolausfahrten sind auch wieder im Programm. Waltraud Heuken hofft für die anstehende Saison vor allem auf einen besseren Sommer als im letzten Jahr.

Am 30. Oktober endet dann die Saison.