Konzen: Als noch die Schmuggler im „Eifeler Hof“ in Köln logierten

Konzen: Als noch die Schmuggler im „Eifeler Hof“ in Köln logierten

Beim Film- und Diaabend des Konzener Heimatvereins konnten die 60 Teilnehmer einen ergreifenden Eindruck gewinnen, warum bis 1953 geschmuggelt wurde und unter welchen Gefahren und Abenteuern dieser Zeiterscheinung stattgefunden hatte.

Viele Leute aus Schmidt und Mützenich schilderten in dem 40-minütigen Streifen in nostalgischer Weise, wie sie mit dem Zoll „Katz und Maus“ gespielt hatten. Amüsiert waren die Teilnehmer, als gesagt wurde, dass der Kölner „Klingelpütz“ (Gefängnis) überwiegend mit Eifeler Schmugglern belegt war und deshalb im Volksmund schon „Eifeler Hof“ genannt wurde.

Bild 1: In Mützenich spielte ein Beobachtungsposten mit der Trompete: „Ein Männlein steht im Walde“, wenn er Zöllner sichtete, um die Schmuggler zu warnen. Bild 2: Das Gefängnis „Klingelpütz“ in Köln hieß in der Eifel „Eifeler Hof“ Bild3: Der Besenporsche des Zolls Bild 4: Der Panzer der Zöllner Bild 5: Grenzübergang am Konzener Bahnhof Foto: Heimatverein Konzen

Ein ehemaliger Konzener berichtete, dass er als 14-jähriger das Ganze als ein „Räuber-und- Gendarm-Spiel“ erlebt hatte und viel Abenteuerlust auch die Motivation war, dass Eltern ihre Kinder aus der Not heraus zum Schmuggeln geschickt hatten.

Bild-Schätzchen: der Grenzübergang am Konzener Bahnhof (oben links), der „Besenporsche“ des Zolls und das Gefängnis „Klingelpütz“ in Köln, das zeitweise im Eifeler Volksmund „Eifeler Hof“ hieß. Foto: Heimatverein Konzen

Aber auch Zöllner, die auf Streife waren, und Einsatzleiter der Zollfahndung kamen in dem interessanten Film zu Wort und schilderten die Zeit aus ihrer Sicht. Die Zöllner vom Porsche als Besenwagen gegen gestreute Krähenfüße und die Schmuggler bis hin zum Einsatz eines gestohlenen Panzers. Ereignisse in unserer Gegend, die man sich heute nicht mehr vorstellen kann.

Zuvor waren Dias von Aktivitäten der Pfarrjugend aus den 1980er Jahren gezeigt worden. Fahrradtouren, Zeltlager, Ausflug nach Benediktbeuren und Ferienspiele zeigten Kinder und Jugendliche, die heute selbst Familienväter oder -mütter sind und nun selbst ihre Kinder zu den Ferienspielen schicken.

Sabine Jacobs stellte kurz das diesjährige Kinder- und Jugendthema vor: „Wir basteln eine Weihnachtskrippe“. Das Ergebnis wird dann beim „Kreppche Kicke“ am 6. Januar vorgestellt.

Unter dem Thema „Konzen verändert sich“ waren zum Schluss die Teilnehmer von Udo Schmitz aufgefordert, in Form des Dalli-Klick-Spiels Örtlichkeiten zu erraten, wie etwa den Kindergartenneubau.