The Show must go on: Alles vorbereitet für Beginn des Monschau-Festivals

The Show must go on : Alles vorbereitet für Beginn des Monschau-Festivals

„In diesem Jahr ist das schon eine illustre Gruppe.“ Selbst ein alter Hase im Showgeschäft wie der Produktionsleiter des Monschau-Festivals, Ludwig „Lulu“ Castell, kann sich die Bewunderung für die Bühnenhelfer in der Arena auf der Burg nicht verkneifen.

Dann zählt der Koblenzer, der sein Gewerbe seit 38 Jahren betreibt, kurz mal durch: „Einer aus dem Norden, fünf aus dem Ruhrgebiet, sieben aus dem Koblenzer Becken, zwei aus Hessen und zwei aus Saarbrücken. Zwei externe Auftragsnehmer, die Firmen Artec aus Würselen und TLAC aus Stolberg, miteingerechnet, macht das summa summarum, Castell eingeschlossen, 22 Menschen, die während des Festivals auf der Monschauer Burg leben und den Betrieb aufrecht erhalten. Am Freitag um 20.30 Uhr wird dort die bunte Abfolge von Künstlern mit einem Konzert der legendären britischen Rockband Jethro Tull eröffnet.

Was sich seit dem Aufbaubeginn am Dienstag rund um die Bühne und das technische Zentrum im Bergfried abspielt, hat nicht nur mit Manpower zu tun, sondern auch mit Logistik. Und da die Festival-Verantwortlichen um die Geschäftsführer der gemeinnützigen Träger-GmbH, Dorit Schlieper und Helmut Lanio, sich in diesem Jahr für eine Neuausrichtung mit einem höheren Anteil an Tourneegastspielen entschieden haben, hat das auch erhebliche Folgen für die Ausstattung der Spielfläche.

Castell erklärt: „Waren die Anforderungen bisher immer relativ gleich, haben wir es jetzt durch unterschiedliche Genres mit unterschiedlichen Anforderungen zu tun.“ „50 bis 60 Tonnen“ an Material, schätzt Castell, seien insgesamt in den Tribünen, an der Bühne sowie im Bergfried verbaut worden. Dabei gehe es ausschließlich um Stahlträger, technische Ausrüstung und Artverwandtes, das nicht Eigentum der Festival GmbH oder der Stadt Monschau sei. Grundsätzlich würden alle Ideen mit langem Vorlauf entwickelt: „Es die Kunst, für alle Beteiligten individuelle Setups zu bilden.“ Dazu müsse er rechtzeitig beginnen, um sich bis ins kleinste Detail mit den Künstlern und ihren Managern abzustimmen.

Bei der Umsetzung steht Castell nicht alleine da. Mit Gordon L‘habitant, Florian Montebaur und Janosch Malonn für den Ton sowie Maik Giolbas fürs Licht stehen ihm kompetente Mitarbeiter zur Seite. In ihrem Metier sind sie alle richtige Künstler — da gibt es kein Vertun.