Simmerath: Ab August 2012 ins neue Schwimmbad

Simmerath: Ab August 2012 ins neue Schwimmbad

„Das ist ein guter Tag für Simmerath”, sagte Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns, als die Gemeinde am Freitagmorgen gemeinsam mit Vertretern des Generalunternehmers den Vertrag für den Bau eines neuen Schwimmbades unterzeichnete.

Für knapp 3,9 Millionen Euro wird die Sport Stadia-Net GmbH bis August 2012 an der Walter-Bachmann-Straße ein Hallenbad mit drei Becken und einer Gesamtwasserfläche von 350 Quadratmetern errichten.

Der Bürgermeister blendete zu Beginn des feierlichen Akts zurück ins Jahr 2009, als erstmals Schäden am Sportbad der Josef-Jansen-Sportstätte festgestellt worden seien, man aber noch gehofft hatte, diese reparieren zu können. „In die auf ein Jahr befristete Nutzung erreichte uns dann im April die Hiobsbotschaft, dass das Bauwerk für eine Sanierung zu sehr beschädigt sei”, berichtete Hermanns.

Und so beschloss der Rat der Gemeinde Simmerath am 13. Juli 2010 den Neubau einer Schwimmhalle im Rahmen einer freien Vergabe und mit einem maximalen Budget von vier Millionen Euro. „Kernpunkt der Ausschreibung neben dem Budget war, dass wir ein Bad für drei Benutzergruppen wollten, nämlich für das Schulschwimmen, die sehr rührige Hansa-Schwimmabteilung mit 200 Aktiven sowie unsere Einwohner und Gäste”, umriss der Bürgermeister die Vorgaben.

Bis zum 12. Januar lagen dann die verbindlichen Angebote vor, aus denen der Rat am 25. Januar die Sport Stadia-Net GmbH auswählte und ihr den Millionenauftrag anvertraute.

Deren Geschäftsführer Michael U. Tockweiler sprach von einem „kleinen Schmuckstück”, das man hier im Rahmen der Vorgaben errichten werde. Der Standort in Südwestlage und in unmittelbarer Nachbarschaft zur Hauptschule sei „ideal gewählt”, Eingang und Vorplatz im Osten des Gebäudes lägen direkt am Parkpülatz der Hauptschule, der somit auch von den Schwimmhallenbenutzern genutzt werden könne.

Die Bauunternehmung Holthausen, ebenfalls aus Düsseldorf, wird voraussichtlich im Juli mit den Rohbauarbeiten beginnen und beabsichtigt, „das Gebäude noch im laufenden Jahr zu schließen, um dann 2012 bis August den Innenausbau fertig zu stellen”, so Tockweiler. Beim gesamten Projekt möchte man örtliche Handwerker einbinden, „wenn Preis und Qualität stimmen”, so der Geschäftsführer.

Die Einbindung der heimischen Wirtschaft ist auch für Bürgermeister Hermanns wichtig, der darüber hinaus auf den „Mehrwert” des neuen Bades gegenüber dem alten verwies: „Wir werden deutlich mehr Wasserfläche und drei Becken haben, die von verschiedenen Gruppen störungsfrei genutzt werden können.” Zum Fortgang des Ausbaus der Sportanlagen wollte der Verwaltungschef an diesem Tag noch nichts sagen, denn man gehe „Schritt für Schritt” vor, ist der neue Simmerather Sportplatz für ihn noch kein Thema.

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