Monschau: 98 Prozent Kanal reichen den Umweltbehörden nicht

Monschau: 98 Prozent Kanal reichen den Umweltbehörden nicht

Muss das wirklich sein? Den Wasser- und Umweltbehörden reicht es nicht, dass die Stadt Monschau zu 98 Prozent kanalisiert ist. Sie haben der Stadt zur Auflage gemacht, auch noch die Restbereiche von Mützenich (Reichensteiner Straße, Eupener Straße/Maßnahmen inzwischen abgeschlossen), den kleinen Ort Widdau und nun auch die Siedlung Ruitzhof bei Kalterherberg ins Kanalnetz der Stadt einzubinden.

„Damit sind es dann 99 Prozent Abdeckung mit Kanal, aber ob das unbedingt sein muss, wage ich doch sehr zu bezweifeln”, sieht Bürgermeister Theo Steinröx „das Maß der Dinge erreicht”.

Gerade im jüngsten Fall, der Kanalisierung von 18 Häusern der Siedlung Ruitzhof, die jetzt im Bauausschuss vorgestellt wurde, stünden Kosten und Wirkung „nicht mehr in einem vernünftigen Verhältnis”, denn schließlich müsse der Bürger über höhere Kanalgebühren die Zeche zahlen, so der Bürgermeister.

Besonders schlimm dabei: Beim Bau des Kanals für Ruitzhof werden durch die Umweltbehörden zusätzliche Auflagen für den Ablauf der Arbeiten gemacht, die das Projekt nach Meinung des Monschauer Bauausschusses völlig unnötig verteuern.

So darf beispielsweise an der Baustelle kein Material gelagert werden, weil sich die künftige Trasse im Landschaftsschutzgebiet befindet. „Da bauen wir dann schon mit der Faust in der Tasche so weit draußen einen Kanal, um der Umwelt etwas Gutes zu tun, und dann bekommen wir auch noch solche Knüppel zwischen die Beine geschmissen. Das ist nicht nachvollziehbar”, regte Heinrich Jansen (CDU) an, „dringend noch einmal mit dem Umweltamt zu reden”.