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873 Läufer, 50 Helfer 18 Sponsoren und Abschied des Schirmherrn

Überragendes Spendenergebnis : Beim Business-Run fast 18.000 Euro für die Tafel erlaufen

Dieser Moment, als die Herren Kaulard den überdimensionalen Spendenscheck umdrehten, hatte fünf Tage vor Heiligabend schon etwas von Bescherung. Als Spendenergebnis des 11. Firmenlaufs stand dort die stolze Summe von 17.800 Euro zu lesen, die auch diesmal der Monschauer Tafel zugutekommen wird.

Zur elften Scheckübergabe nach dem elften Lauf begrüßte Matthias Kaulard ganz besonders Städteregionsrat Helmut Etschenberg, der auch für die elfte Auflage des Firmenlaufs die Schirmherrschaft übernommen hatte. Für Etschenberg, der nach eigenen Angaben vor elf Jahren ganz spontan die repräsentative Aufgabe „für eine wirklich runde Sache“ übernommen hatte und bis vor kurzem ein Nachbar von Mathias Kaulard war, bedeutete die Spendenübergabe eine seiner letzten Amtshandklungen, ehe er in gut zehn Tagen Ruheständler wird.

Ihn habe, bekundete der Noch-Städteregionsrat, von Anfang an die Idee der Veranstaltung begeistert, die nicht nur auf Bewegung und damit Gesundheit ziele, sondern auch eine soziale Komponente trage. „Das ist schon etwas ganz Besonderes“, lobte Helmut Etschenberg und bezeichnete den Business-Run ausdrücklich als eine Veranstaltung der gesamten Nordeifel, auch wenn sie nun in Simmerath ihren festen Platz habe. Ursprünglich sollte der Business-Run reihum in Monschau, Roetgen und Simmerath stattfinden, doch dann fand man an der Sekundarschule so hervorragende Bedingungen, dass es bei diesem Veranstaltungsort blieb. Mathias Kaulard und Helmut Etschenberg betonten den gemeindeübergreifenden Charakter des Laufs und ermahnten auch die Nordeifelkommunen zu mehr Schulterschluss: „Wenn Monschau, Roetgen und Simmerath nicht stärker zueinander finden, dann werden sie untergehen“, wurde der Städteregionsrat für einen kurzen Moment politisch und ernst.

Dann aber galt das Hauptaugenmerk wieder der guten Sache der Sportveranstaltung, und das ist seit elf Jahren die Monschauer Tafel, die gleichfalls die Stadt nur im Namen trägt, aber die gesamte Nordeifel meint. Einige Zehntausend Euro sind im Laufe der Jahre schon an die Einrichtung geflossen, die nicht verkaufte Lebensmittel einsammelt und damit bedürftige Menschen in unserer Region versorgt. Für diese ehrenamtliche Aufgabe benötigt die Monschauer Tafel unter anderem zwei Transportfahrzeuge, die jeweils an die 10.000 Euro im Jahr an Sprit, Wartung und Reparaturen und Anschaffung bzw. Abschreibung kosten. „Dafür werden wir auch die diesjährige Spende verwenden“, kündigte Tafel-Vorsitzender Georg Kaulen an und stellte fest: „Letztendlich stellt die jährliche Spende des Business-Runs den Betrieb der Monschauer Tafel überhaupt erst sicher.“

873 kleine und große Läufer gingen am 7. September auf den Kurs um die Sekundarschule und erliefen mit ihren Startgeldern und gemeinsam mit Sponsorenspenden fast 18.000 Euro. Foto: Heiner Schepp

Nicht nur vor diesem Hintergrund stellte Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns fest. „Wenn es den Nordeifeler Business-Run nicht gäbe, müsste er erfunden werden.“ Hermanns sagte, man stelle für dieses Event der gesamten Eifel gerne die Flächen und Räume der Sekundarschule in Simmerath kostenlos zur Verfügung.

Was indes im Jahr 2009 mit 125 Läufern begann, brachte am 7. September dieses Jahres 873 große und kleine Sportler auf die wunderschöne 5-km-Runde durch den Kranzbruch, wie Orga-Chef Urs Kaulard berichtete. Er bedankte sich bei den Sponsoren und vor allem bei den rund 50 Helfern, die an diesem frischen Septemberabend 2800 Liter Getränke einschenkten sowie 300 Pizzastücke und 600 von der Tafel gelieferte belegte Brötchen servierten. Kaulard junior kündigte schließlich den 12. Nordeifeler Business-Run für Freitag, 6. September, Start 19 Uhr in Simmerath, an – mit einem neuen Schirmherrn, aber in alter Frische.

(hes)