50-jähriges Bestehen der Förderschule Nordeifel

Festakt im Advent : Die Förderschule Nordeifel feiert ihr 50-jähriges Bestehen

Die Förderschule Nordeifel hat am Samstag ihr 50-jähriges Bestehen gefeiert. Verbunden war die Veranstaltung mit einer Adventsfeier in der Turnhalle der Schule an der Bachstraße in Eicherscheid.

Schulleiter Robert Knauff eröffnete um 15 Uhr den Festakt und freute sich, dass in der Halle kein Platz mehr frei geblieben war. „Es ist so klasse, dass so viele Leute hier sind. Ich sehe ehemalige Kollegen und Schüler. Die Vertreter der Gemeinden, der Städteregion und des Schulamtes sind auch hier. Wir haben alle daran gearbeitet, dass unsere Schule noch da ist. Wir feiern später alle gemeinsam“, sagte Knauff. Der Schulleiter dankte den vielen Wegbegleitern aus der Politik, den Ministerien, dem Lions-Club, den Rotariern, den Betrieben der Region, dem Förderverein der Schule und den vielen Kooperationspartnern aus der Kinder- und Jugendhilfe.

Die Schulpflegschaftsvorsitzende, Uschi Mahr, stellte zu Beginn ihrer Rede fest: „Nur unerschütterliche Optimisten haben am Anfang diesen Jahres daran geglaubt, dass wir das 50-jährige Bestehen dieser Schule feiern werden. Ich wünsche mir fünf weitere erfolgreiche Jahrzehnte.“ Mahr, die selbst Mutter eines Schülers der Förderschule Eicherscheid ist, nutzte ihre Redezeit, um noch einmal klarzustellen, dass eine Schließung der Schule im Sommer 2018 fatal gewesen wäre: „An einer Regelschule wäre mein Sohn, trotz Inklusion, krachend gescheitert. Hier erfährt er eine gute und vorbildliche Schularbeit.“

Die anschließende Rede des Schülersprechers Denis Johr ließ das Publikum bewegt zurück. So wies Johr darauf hin, dass die heutige Förderschule am 1. August 1968 als Lernbehindertenschule eröffnet wurde: „Diese Bezeichnung gefällt uns Schülern nicht. Das ist eine Stigmatisierung. Auch wir können uns einen Platz in der Gesellschaft erarbeiten.“

Der Bürgermeister der Gemeinde Simmerath und Förderschulverbandsvorsitzende, Karl-Heinz Hermanns, sah den Festakt in der Schulturnhalle als „Weihnachtsgeschenk“ an: „Ich danke allen, die in den letzten 50 Jahren für die Förderschule gearbeitet haben und sich für den Erhalt eingesetzt haben.“ Neben dem Kollegium, der Schulaufsicht, den Schulräten und der Städteregion Aachen lobte Hermanns auch die 36-jährige Arbeit der ehemaligen Sekretärin Irmgard Goffart: „An jeder Schule ist es unheimlich wichtig, dass es eine gute Sekretärin gibt. Hier gab es eine hervorragende“, sagte der Förderschulverbandsvorsitzende.

Auch Schulrat Constantin Mertens zeigte sich dankbar, dass der Erhalt der Schule im Sommer dieses Jahres glückte und die Schule fünf weitere Jahre erhalten bleibt: „Bleiben Sie auf dem Weg der Förderung, Bildung und Erziehung hier in der Nordeifel, egal wohin und wie Sie der Weg führen mag.“

Abschließend wendete sich Ulrich Wetter-Wendt als ehemaliger Sonderpädagoge und Vorsitzender des Fördervereins der Schule an das zahlreiche Publikum. Für ihn steht fest, dass ein Förderverein „das Salz in der Suppe sein kann“, wenn es um die Unterstützung und um den Erhalt einer Schule geht: „Lassen Sie uns noch lange das Salz sein“, wendete sich Wetter-Wendt an den Schulleiter.

Schulleiter Knauff gehörte das letzte Wort des Festaktes: „Lassen Sie uns einfach zusammen feiern.“ Die Auftritte des Singkreises, die Darbietungen der Weihnachtsbäckerei und der „Hausaufgaben-Rap“ der Unterstufe, die Geschichte der „Laterne Lumina“, vorgetragen durch die Mittelstufe, und der „Bratapfel-Rap“ der Oberstufe rundeten die Jubiläums- und Adventsfeier der Förderschule Eicherscheid ab.

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