Monschau: 120 Exponate der Willy Brandt Sammlung im KuK

Monschau: 120 Exponate der Willy Brandt Sammlung im KuK

Mit der aktuellen Ausstellung „Sammlung Willy-Brandt-Haus“, die Aquarelle, Ölbilder, Zeichnungen, Fotografien, Skulpturen und Videokunst der Klassischen Moderne, Aufbruch der Moderne, Staatsferne Kunst der DDR und Zeitgenössische Kunst zeigt, beweist das Kunst- und Kulturzentrum der Städteregion in Monschau (KuK) einmal mehr seine Leuchtturmfunktion in Sachen Ausstellungskultur weit über die Region hinaus.

Zusammen mit der Geschäftsführerin und künstlerischen Leiterin des Freundeskreises des Willy-Brandt-Hauses in Berlin, Gisela Kayser, gelang es der Leiterin des KuK, Dr. Nina Mika-Helfmeier, rund 120 aus der mehr als 3000 Werke umfassenden Sammlung nach Monschau zu holen. Zu sehen sind unter anderem Arbeiten von Max Beckmann, Käthe Kollwitz, Otto Dix, Max Ernst, George Grosz, Conrad Felixmüller, Elfriede Lohse-Wächtler, Oskar Kokoschka, Josef Beuys, Neo Rauch oder Pit Kroke.

Die Kunstwerke sind bewusst ausgewählt, denn sie spiegeln die gesellschaftspolitischen Themen wie beispielsweise soziale Gerechtigkeit, Arbeitslosigkeit, Krieg, Militarismus, Meinungsfreiheit der letzten 100 Jahre. „Allerdings ist wichtig, sich klarzumachen, dass es sich nicht um eine parteipolitische, sondern um eine gesellschaftspolitische Sammlung handelt“, so Nina Mika-Helfmeier. „Die hier präsentierte Ausstellung zeigt uns deutlich, dass Kunst Politik und gesellschaftliche Zusammenhänge häufig erst transparent und greifbar macht. So kann der Künstler durch sein Werk die Frage nach der ethischen und moralischen Dimension der Politik stellen“, erklärte die Leiterin des KuK weiter.

Zur gut besuchten Vernissage kam neben vielen Künstlern und Kunstinteressierten auch politische Vertreter aus Monschau und Aachen.

„Ich möchte Sie einladen, unsere Sammlung zu entdecken und die — manchmal überraschende — Präsentation in diesen wunderschönen Ausstellungsräumen zu genießen“, so Gisela Kayser bei der Begrüßung. Die Verbindung zwischen dem Willy-Brandt-Haus in Berlin und dem Kunst- und Kulturzentrum in Monschau sei jetzt schon über viele Jahre gewachsen.

Obwohl zwischen Berlin und Monschau hunderte Kilometer lägen, das Publikum und die lokale Kunstszene sehr unterschiedlich seien und man auch die kulturpolitische Situation nicht vergleichen könne, so sei es doch erstaunlich, dass es thematisch und programmatisch viele Überschneidungen gebe. „Mit der Präsentation der Kunstsammlung in Monschau setzen wir ein weiteres Highlight auf unserem gemeinsamen Weg, der sicherlich kein Schlusspunkt ist“, verriet Gisela Kayser.

Die Ausstellung „Sammlung Willy-Brandt-Haus“ ist noch bis Sonntag, 24. August im Kunst- und Kulturzentrum in Monschau, Austraße 9, zu sehen. Öffnungszeiten sind dienstags bis freitags von 14 bis 17 Uhr und an den Wochenenden von 11 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.

(avl)