11-Jährige ist die erste Nachwuchstollität in der Nordeifel

Kinderprinzenproklamation im Rollesbroicher Trevvelland : Darleen regiert die Klev Bötzchen

Obwohl er auf der Kinderprinzenproklamation der Klev Botze nicht die Hauptperson war, hätte Dachdeckermeister Andy Moll am Samstagnachmittag im Nationalparksaal vor lauter Rührung und Freude am liebsten sicher neben Kamellen auch Dachziegel unter das närrische Jungvolk geschmissen.

Dazu hatte er auch allen Grund, da mit Darleen I. seine Tochter den Kindernarrenthron bestieg. Mutter Nicole strahlte mit einem Tränchen im Auge ebenso und freute sich, dass das selbstgenähte Prinzessinnenkleid allgemeine Bewunderung fand. Mit Darleen Moll ist somit in der neuen Session die erste Kindertollität der Nordeifel in Amt und Würden. Bei der Proklamation war viel los im Nationalparksaal, wobei die Pänz natürlich im Mittelpunkt standen und selbst das große Damen-Dreigestirn mit Lorena Förster, Laura Löbb und Julia Wilden höflich in den Hintergrund trat. Als Moderatoren führten Nele Wildrath und Daniel Förster dergestalt mit kesser Lippe durch das Programm, als hätten sie nie etwas anderes gemacht. Im Hintergrund wirkte effektiv, aber unauffällig das betreuende Erwachsenenteam um den Rollesbroicher Kinderkarneval mit Ana Wolks, die den beiden Jung-Moderatoren hilfreich zur Seite standen.

Die Klev Bötzchen zeigten ebenso ihr tänzerisches Können, wie die beiden Kindermariechen Miriam Mahr und Ronja Heck. Einen Limbo-Tanz zeigten die Pänz des Kindergartens Fröhliches Rabennest, für den es ebenfalls viel Beifall gab. Voll mit der Herstellung von Waffeln waren dagegen die Mädels der Showtanzgruppe Excited Stars beschäftigt, die somit auch zum allgemeinen Wohlbefinden auf der Sitzung beitrugen.

Prinzessin Darleen genoss nach anfänglicher Aufregung das karnevalistische Flair schließlich in vollen Zügen. Die 11-Jährige besucht im normalen Leben das St. Michael-Gymnasium in Monschau, tanzt bei den Klev Botze und turnt darüber hinaus auch noch bei der Hansa Simmerath. Mit ihren Geboten bedachte sie zum Vergnügen der Besucher im Saal ihr gesamtes Umfeld. Da kam sicher auch väterliches Erbgut zum Tragen.

(ho)
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