Düren: Zwölf Männer, ein Team: Was sind die Stärken der Dürener Volleyballer?

Düren : Zwölf Männer, ein Team: Was sind die Stärken der Dürener Volleyballer?

Das, was aus Sicht von Trainer Stefan Falter (52) seine Mannschaft auszeichnet, sind der gute Zusammenhalt und die große emotionale Ruhe der Spieler. Aber wie bewerten Jaromir Zachrich, Michael Andrei, Romans Sauss & Co. sich selbst?

Kurz vor dem Start der Play-offs gegen die Hypo Tirol Alpen Volleys Haching (erstes Spiel am Mittwoch, 28. März, 19 Uhr, Arena Kreis Düren) haben wir die Dürener Powervolleys beim Training besucht und jeden Spieler gebeten, einen Mannschaftskollegen kurz zu charakterisieren. Dabei sollte es nicht nur um die sportlichen Vorzüge, sondern vor allem auch um die menschlichen Eigenschaften der Profi-Sportler gehen.

„Bei uns im Team“, sagt Stefan Falter, „passt es menschlich. Natürlich gibt es manchmal verschiedene Ansichten, aber alle arbeiten erfolgsorientiert und wollen das Beste aus dem Team herausholen. Es gibt keine Gräben in unserer Truppe.“

Erstes Ziel erreicht

Mit Platz vier nach der Hauptrunde hat die Mannschaft das erste Saisonziel erreicht. „Wir wollten das unbedingt schaffen, um im Viertelfinale im ersten von drei möglichen Play-offs Heimreicht zu haben“, betont Falter. „Das ist uns gelungen. Jetzt geht es an die Kür, und wir müssen wirklich alles geben.“ Gerade im Mittelfeld, ergänzt der Coach, sei die Liga unglaublich eng beieinander. „In dieses Spiel geht keiner als Favorit. Wir haben in der Saison zweimal äußerst knapp mit 2:3 gegen die Alpen Volleys verloren. Das wollen wir natürlich jetzt anders machen.“

Falter ist davon überzeugt, dass vor allem die große Coolness, die seine Jungs auszeichnet, ein Schlüssel zum Erfolg sein wird. „Auch in schwierigen und kritischen Situationen behalten meine Spieler die Ruhe.“

Der Trainer glaubt, dass das vor allem deswegen gelingt, weil es innerhalb des Teams eine gut funktionierende Führungstruppe gibt. „Die erfahrenen Spieler verlangen den jungen zwar sehr viel ab — vor allem, was Disziplin angeht. Auf der anderen Seite unterstützen sie die jungen Leute aber auch sehr und helfen ihnen, sich zu verbessern.“ Darüber hinaus sei auch der Heimvorteil nicht zu unterschätzen. „Wir sind erst am Sonntag aus Herrsching zurückgekommen. Es ist gut und wichtig, dass wir jetzt zu Hause sind, regenerieren und völlig normal trainieren können.“

Stijn D’Hulst charakterisiert ihn so: „Er ist einer der größten bei uns im Team, aber auch einer der langsamsten. Wenn er aber einmal warm und so richtig heiß ist, kann er jeden Ball annehmen. Er ist im positiven Sinne ein Nerd, also jemand, der sich absolut in eine Sache reinkniet. Außerdem ist er ein lustiger Typ, der viele Witze macht. Und er hat ein gutes Herz.“

Michael Andrei über ihn: „Romans ist ein gut erzogener Junge, der immer sehr höflich ist. Er ist für jeden da und unglaublich hilfsbereit. Außerdem ist er ein sehr witziger, familiärer Typ. Das mag ich. Im Spiel glänzt er mit sehr starken Aufschlägen, behält immer die Nerven und macht die wichtigen Punkte.“

Gilles Braas beschreibt ihn so: „Jaromir ist ein unglaublich alter Hase mit viel Volleyball-Erfahrung — ein Sportler, von dem man sehr viel lernen kann. Er hat während des Trainings immer viele Tipps auf Lager und gibt sein Wissen auch gerne weiter. Er ist ein wirklich guter Mannschaftskapitän.“

Július Firkal’ über ihn: „Stijn ist ein kleiner Mann, aber ein sehr großer Geist. Ich glaube, er ist der größte Perfektionist bei uns im Team. Egal ob beim Training oder im Spiel — er will immer, dass alles perfekt ist. Ich sage immer, dass Stijn unter „Tipptopp-Boy“ ist, weil eben alles tipptopp sein muss. Im Spiel besticht er vor allem mit seinen super Aufschlägen.“

Blair Bann beschreibt ihn so: „Dirk versucht genauso wie ich, möglichst häufig auf Fleisch zu verzichten. Es ist gut, in dem Punkt einen Gleichgesinnten im Team zu haben. Ansonsten ist er ziemlich faul, wenn es darum geht beim Training die Netze aufzuhängen und die Trainingsbälle zu holen. Was den Volleyball angeht, ist Dirk ein echter Allrounder, der eigentlich alles gut kann, ein Ausnahmespieler.“

Jaromir Zachrich über ihn: „Wir nennen Edvarts bei uns in der Mannschaft häufig Biest — und das wirklich völlig zurecht! Er ist im positiven Sinn ein Monster. Er kann ordentlich Bums auf den Ball geben. Außerdem ist Edvarts ziemlich ruhig und sehr motiviert. Er ist ein sehr kluger Junge, es macht Spaß, mit ihm zusammenzuarbeiten.“

Edvarts Buivids sagt über ihn: „Gilles Braas war mir von der ersten Minute, als wir uns kennengelernt haben, ein guter Freund. Er ist sehr hilfsbereit und immer für einen da. Im Spiel glänzt er vor allen Dingen mit einem sehr guten Aufschlag, Schnelligkeit und einem hervorragenden Abwehrspiel. Gilles ist ein super Typ.“

Dirk Westphal sagt über ihn: „Karli ist ein super Typ, der im Training immer 100 Prozent gibt. Er ist ein sehr akribischer Arbeiter, fast schon eine Maschine. Wir nennen ihn manchmal ‚Swinging Arm‘, weil er so einen schnellen Arm hat. Er spielt so ähnlich wie ich, das heißt, er mag viele schnelle Bälle. Das kann in einem Spiel wichtig sein.“

Karli Allik über ihn: „Tim trägt bei den Spielen unter dem Trikot ein Superman-T-Shirt — und er ist auch so etwas wie Superman. Er ist ein echter Riese, und hat einen Körper wie ein Bodybuilder. In den anderen Teams gibt es kaum Spieler mit so einem Körperbau. Ich glaube, das kann den Gegner schon ein bisschen einschüchtern.“

Tim Broshog sagt über ihn: „Július ist ein bisschen so, wie ich früher, also ein eher ruhiger Typ. Bei ihm stimmt die Einstellung zu 100 Prozent — auf und neben dem Spielfeld. Er legt sehr großen Wert auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Weil wir bei den Auswärtsspielen Zimmergenossen sind, weiß ich, dass er auch darauf achtet, viel zu schlafen. Um 22 Uhr ist bei uns immer das Licht aus. Július ist sehr athletisch. Ich denke, er ist derjenige in unserem Team, der am höchsten springen kann.“

Romans Sauss über ihn: „Blair ist ein echtes Energiebündel. Er ist ein wirklich verrückter Kerl, der immer einen Witz auf den Lippen hat. Was den Volleyball angeht, ist er ein sehr guter Verteidiger. Was mich allerdings ein klitzekleines Bisschen an Blair stört ist, dass er beim Training fast immer kanadische Country-Musik auflegt. Das kann man sich schon ab und zu anhören, aber Blair übertreibt es damit wirklich.“

Marvin Prolingheuer denkt über ihn: „Michael ist ein gutmütiger Typ und ein sehr harter Arbeiter. Im Spiel ist er vor allem im Block und im Angriff herausragend. Außerdem ist er immer positiv und kann die Mannschaft unglaublich gut motivieren.“

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