Düren: Zwölf Forderungen für ein zukunftsfähiges Deutschland

Düren: Zwölf Forderungen für ein zukunftsfähiges Deutschland

Eine bundesweite Ausstellung macht Station in Düren, genauer: im Haus der Evangelischen Gemeinde. „Zukunft fair teilen”, unter dieses Motto haben die Dürener die Schau gestellt, die als „Ich packe meinen Koffer. Kurswechsel für ein zukunftsfähiges Deutschland” unterwegs ist.

Sie wird an Aschermittwoch, 22. Februar, um 11 Uhr eröffnet.

Zwölf Menschen erheben in der Ausstellung zwölf Forderungen und packen zwölf Koffer mit der entsprechenden Thematik. Von der Umweltorganisation BUND, der VHS und der Gewerkschaft bis hin zu den beiden Kirchen und der Verbraucherzentrale sind alle als Veranstalter an der Ausstellung, zu der es auch Vorträge gibt, beteiligt.

Zwölf gepackte Koffer veranschaulichen, was Deutschland zukunftsfähig macht. Es werden beispielsweise die Förderung der Solarwirtschaft, die Sicherung des Menschenrechts auf Nahrung oder der Aufbau einer solidarischen, fairen Gesellschaft thematisiert.

Die Ausstellung basiert auf der Studie „Zukunftsfähiges Deutschland”, in der es um die Frage geht, was eigentlich alles getan werden muss, um die Welt in ihrer Qualität zu erhalten und wie es gelingen kann, alle Rohstoffe einigermaßen gerecht zu verteilen. Der Begriff „Nachhaltigkeit” spielt dabei eine große Rolle. Er wird in der Ausstellung, die für Schüler ab der siebten Klasse und Erwachsene geeignet ist, anschaulich erklärt.

Die Koffer laden zum Mitmachen ein. „Wer alle zwölf Koffer durcharbeitet, der hat in einer knappen Stunde viel gelernt”, weiß Pfarrer Dr. Dirk Siedler. Aber auch einzelnen, ausgesuchten Koffern kann sich jeder Ausstellungsbesucher im großen Saal am Wilhelm-Wester-Weg 1 widmen.

So wie bisher könne es mit Welt und Umwelt nicht weitergehen, „das weiß schon jeder”, sagt Doris Unsleber, in der Evangelischen Gemeinde zuständig für Erwachsenenbildung. Jetzt gelte es, den Menschen Mut zu Verhaltensänderungen, zum Handeln und zur Einwirkung auf die Politik zu machen. Dabei müsse man „auf die Welt blicken und zugleich die Verhältnisse vor Ort so einrichten, dass es sich gut leben lässt”.

Eine zukunftsfähige Landwirtschaft beinhalte zum Beispiel keine Großmastanlagen, sagt Walter Jordans, Vorsitzender der BUND-Kreisgruppe Düren. Und er erwähnt Müddersheim und Thum und verspricht: Man werde bei der Koffer-Schau und bei den Veranstaltungen auch die lokalen Verhältnisse ins Auge fassen.

Ein Gottesdienst und diverse Vorträge

Die Ausstellung ist vom 22. Februar bis zum 15. März, montags bis freitags von 9 bis 14 Uhr zu sehen.

Es gibt Vorträge von auswärtigen Referenten im Haus der Evangelischen Gemeinde: Um „Regenerative Energieträger” geht es Donnerstag, 23. Februar, 20 Uhr. Einen Ökumenischen Gottesdienst gibt es am Sonntag, 26. Februar, um 10 Uhr. „Zukunft statt Zocken. Wege zu einem zukunftsfähigen Deutschland” heißt es am Mittwoch, 29. Februar, um 20 Uhr.

Um „Zukunftsfähige Landwirtschaft” geht es am Dienstag, 6. März, um 20 Uhr. „Prima Klima. Strom aus der Sonne” heißt es am Freitag, 9. März, 19 Uhr, im Vortragsraum. Am Mittwoch, 14. März, 20 Uhr stehen die Fragen: „Was tun wir schon, was können wir noch tun?” im Mittelpunkt.