Zwei neue Kurzfilme der Dürenerin Roswitha Katharina Wirtz

Koordinationsstelle lädt ein : Viel Applaus für den Spielfilm „Beule“

Gemeinsam Kaffee trinken, einen Film gucken und anschließend darüber sprechen: Das ist Programm im Kaffee-Klatsch-Kino, in das die Koordinationsstelle Pro Seniorinnen und Senioren im Kreis Düren und die Interessengemeinschaft Seniorenarbeit im Raum Düren-Jülich (ISaR) zum zweiten Mal eingeladen hatten.

Rund 100 ältere Menschen kamen gespannt ins Dürener Kino Das Lumen, um zwei neue Kurzfilme der Dürenerin Roswitha Katharina Wirtz zu sehen.

In dem Spielfilm „Beule“ hat die engagierte Amateurfilmemacherin eine eigene Erfahrung verarbeitet. Sie erzählt darin die Lebensbeichte einer todkranken Seniorin. Diese wird „Beule“ genannt, um anonym zu bleiben. „Beule“, gespielt von der Dürenerin Gisela Loch, berichtet ihrer Besucherin Katharina auf dem Sterbebett von einer Schuld, die sie auf sich geladen hat. Für beide Frauen ist diese Lebensbeichte eine tiefgreifende Erfahrung. Katharina bringt „Beules“ Geschichte zum Nachdenken: Was ist Schuld? Wie sollte man leben? Und was erwartet einen nach dem Tod? Für das Publikum waren das Impulse zur Diskussion.

Roswitha Wirtz' zweiter Film an diesem Tag war die Fortsetzung ihres Streifens „65 Plus und unter Hundert“. Im zweiten Teil kommen vier Pflegebedürftige aus dem Kreis Düren zu Wort. Sie erweisen sich im Film als Menschen voller Elan und Zuversicht und unterstreichen so, dass auch ein Leben als Pflegebedürftiger erfüllend sein kann. Auch hier schloss sich eine Diskussion an.

Am Ende gab es viel Beifall für Roswitha Wirtz. Ihre Filme sind in der Mediathek des TV-Senders NRWision dauerhaft abrufbar. Bei den Dreharbeiten wurde die Filmemacherin von Dominique Marlier, Studentin für Illustration und Design, unterstützt. Von der NRWision-Redaktion bekam sie eine sehr positive Rückmeldung zu ihrer Arbeit.

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