Brandserien in Düren und Heimbach aufgeklärt: Zwei Männer sitzen in Untersuchungshaft

Brandserien in Düren und Heimbach aufgeklärt : Zwei Männer sitzen in Untersuchungshaft

Seit Mitte des letzten Jahres gab es in Düren und Heimbach auffällig viele Brände. Jetzt ist der Polizei ein Brandstifter ins Netz gegangen. Ein weiterer Tatverdächtiger sitzt ebenfalls in Haft.

In einem Dürener Wohngebiet ist es ab dem 20. Juli 2018 im Bereich der August-Bebel-Straße und der Lütticher Straße zu einer auffälligen Häufung von Branddelikten gekommen. Nachdem zunächst diverse Hecken und Zäune in Flammen aufgegangen waren, brannte am 5. September das erste geparkte Auto eines Anwohners. Bis zum 15. Februar folgten Brandlegungen mit erheblichen Sachschäden an acht weiteren Autos beziehungsweise Kleintransportern.

Nach umfangreichen Ermittlungen und Spurensicherung, geriet, noch vor deren abschließender technischer Auswertung, ein 23-jähriger Dürener aufgrund eines guten Hinweises aus der Nachbarschaft in den Fokus der Ermittlungen. Er wies den Verdacht jedoch von sich und belastete stattdessen zwei, wie sich später herausstellte unbeteiligte Personen als Verursacher dieser Brände.

Erdrückende Beweislage

Nicht zuletzt aufgrund der Spurenauswertung und weitergehender Ermittlungen, konnte der Tatverdacht gegen den 23-Jährigen dann derart erhärtet werden, dass er am 5. März vorläufig festgenommen wurde. Angesichts der erdrückenden Beweislage gestand der Mann, dass er zwar nicht die Hecken und die Zäune, wohl aber die Fahrzeuge vorsätzlich in Brand gesetzt habe. Darüber hinaus räumte der Tatverdächtige auch ein, am 26. Oktober eine Strohmiete an der Sievernicher Straße in Düren angezündet zu haben.

Zu seinen Motiven für die Brandlegungen konnte der Dürener keine plausible Erklärung abgeben. Auch die Auswahl der Brandobjekte erfolgte völlig willkürlich. Das Amtsgericht Düren erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft Aachen Untersuchungshaftbefehl gegen den Mann.

Über seinen eigenen Tatbeitrag hinaus, belastete der 23-Jährige in seiner Vernehmung einen 36-jährigen Dürener, der für eine Brandserie im Bereich Heimbach verantwortlich sein soll.

Beginnend mit dem Brand einer Scheune am Ortseingang von Heimbach bereits Ende September 2017 steht der 36-jährige Tatverdächtige zwischenzeitlich in dringendem Verdacht, zwischen April und Oktober 2018 insgesamt zwei Autos, eine Wanderhütte, eine Strohmiete und eine Dixi-Toilette angezündet zu haben.

Der Brand eines Pkw am Ortseingang von Kreuzau-Drove im Oktober 2018 trägt ebenfalls seine Handschrift. Der 36-jährige Tatverdächtige wurde am 8. März ebenfalls vorläufig festgenommen. Obwohl er jegliche Tatbeteiligung bestritt, erließ die zuständige Haftrichterin beim Amtsgericht Düren auf Antrag der Staatsanwaltschaft Aachen auch gegen diesen Tatverdächtigen Untersuchungshaftbefehl.

Der bei den Serientaten entstandene Gesamtsachschaden ist auf mehrere Hunderttausend Euro zu beziffern.

(red/pol)