Düren: Zwei Boas vor Tierheim abgesetzt

Düren: Zwei Boas vor Tierheim abgesetzt

Der Zettel an der weißen Tonne mit Deckel, der da am Mittwoch plötzlich vor dem Dürener Tierheim stand, war eindeutig: „2 x Boa const. - ungiftig” stand da geschrieben.

Die gar nicht gute Ahnung von Tierheimleiterin Stefanie Blank bestätigte sich beim Blick in die Tonne: die zwei Boas waren fachgerecht verpackt worden und sind nicht die einzigen Exoten, um die man sich im Tierheim neuerdings kümmern muss. „Seit die Haltung von exotischen Tieren in privaten Haushalten zunimmt, kommen auch zunehmend Schlangen, Echsen oder Spinnen ins Tierheim. Dass aber zwei Boas nun direkt vor der Tür des Heimes ausgesetzt wurden, verärgert uns besonders und ist nur die Spitze des Eisbergs”, so Stefanie Blank.

„Wir werden jetzt untersuchen, inwieweit die Tiere gesund sind und versuchen, den Besitzer ausfindig zu machen”, ergänzt Franz Josef Heinrichs - immerhin muss der Besitz von Boas Behörden gemeldet werden.

Neben zwei Vogelspinnen leben bereits eine Reihe con Geckos im Dürener Tierheim. Günther Oltrogge, Vorsitzender des Tierschutzvereins: „Der Erwerb von teils lebensgefährlichen Wildtieren ist in Deutschland viel zu einfach.” Oltrogge macht sich deshalb auch für ein Handels- und Haltungsverbot für Reptilien und andere Wildtiere stark.

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