Zupfmusikfreunde in Heimbach feiern Jubiläum

Zupfmusik : Heimbacher Musiker feiern Jubiläum

Trotz Dauerregens hatten viele Männer und Frauen den Weg zur Evangelischen Kirche in Heimbach gefunden. Sie wollten dabei sein, wenn die „Zupfmusikfreunde Heimbach“ auf ein Vierteljahrhundert zurückschauten.

Mandolinen, Mandolas, Gitarren, eine Zither, ein Kontrabass nebst zugehörigem Keyboard und anderer Instrumente, die galt es an diesem Ehrentag zum Klingen zu bringen.

Vereinsaktiver Helmut Breuer erinnerte mit einem launigen Beitrag an die 25-jährige Historie des Vereins. Dabei bediente er sich eines intelligenten Tricks. Er erzählte den Musikern und den Gästen, er hätte den Zupfmusikern eigentlich ein Geldgeschenk machen wollen. Woher nehmen, wenn nicht Lotterie spielen? Seine Zahlen waren enttäuschend. So dröselte er die Geschichte des Vereins mit seinen sechs Nieten auf. Unter ihnen auch die Drei.

„Wir hatten drei Dirigenten“, sagte Breuer, „nämlich Fred Schiffer, Dagmar Ledig und seit fast elf Jahren Heinz Küppers.“ Und die Zahl 24? „Ganz einfach“, erklärte Breuer, „im Verein musizieren 24 Aktive.“ Ganz einfach ließ sich die 25 einordnen: 25 Jahre bestehen die Freunde der Zupfmusik.

Honoratioren anderer Vereine, der katholische Pfarrer Hans Doncks, sein evangelischer Mitbruder Christoph Ude sowie Bürgermeister Peter Cremer entboten den Freunden der Zupfmusik anlässlich ihres Jubiläums Grüße und - in Briefumschlägen - Brauchbares.

Vier Sänger aus dem Kreis der Zupfmusikfreunde trugen ein selbstgetextetes Lied vor, natürlich in Heimbacher Dialekt, in dem noch einmal die zahlreichen Stationen aufgezählt wurden, wo die Musikerinnen und Musiker im Laufe der Jahre musiziert hatten. Grundaussage des Textes: Wer hätte das gedacht, dass wir noch zusammen sind? Zumal - und das wurde in den Rückblicken mehrmals erwähnt - schon zwei Versuche, einen Musikverein zu gründen, gescheitert waren.

Pfarrer Christoph Ude machte in seinem Grußwort die Zupfmusiker gar zu Menschen, die sich den Europagedanken aufs Schild geschrieben haben. Die vier Melodien zum Einstieg waren Melodien aus verschiedenen Ländern Europas, aus Frankreich, Italien, Deutschland und aus Britannien.

Die Zupfmusiker präsentierten Romanzen und Tänze, unter ihnen den „Ungarischen Tanz“ von Johannes Brahms. Ein Stück aus „Memory“ von Andrew Lloyd Webber ließ viele Besucher mitsummen. Die Wurzeln anderer Lieder liegen diesseits und jenseits des Urals, in dem riesigen russischen Reich mit der sagenumwobenen russischen Seele. Mandolinen, Zither und Gitarre erzeugten hier die passende Stimmung.

„Conquest of Paradise“ von Vangelis, „Con Amore“ von Johannes Georg unterstützten das Auf und Ab, die Crescendi und Decrescendi, kurzum einen bunten Blumenstrauß, eines 25-jährigen Geburtstages würdig.

Geehrt wurden Musiker, die von Anfang an, seit November 1993, dabei sind:

Dagmar Ledig, Margret Bidaoui, Brigitte Gfeller, Christel Kröll, Leni Krug, Ulrike Schwieren-Höger, Angelika Siodmok, Helga Wergen und Hilde Kleinschmidt.

(bel)
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