Zum Vorlesetag wird auch im Kreis Düren gelesen

Bundesweiter Vorlesetag : Die Rurtalbahn als Vortragsraum

An sage und schreibe 28 Orten in Stadt und Kreis Düren wird am 16. November am 15. bundesweiten Vorlesetag vorgelesen. Die Initiatoren Die Zeitschrift „Die Zeit“, die Stiftung Lesen und die Deutsche Bahn Stiftung verfolgen seit anderthalb Jahrzehnten die Idee, Begeisterung für das Lesen und Vorlesen zu wecken. Generell heißt das: Jeder, der Spaß am Vorlesen hat, liest nicht nur an diesem Tag anderen vor.

Die Vertreter von Stadt und Kreis stellten das umfangreiche Programm für den 16. November vor, das durchaus nicht nur in Schulen und Kindergärten stattfindet. Gelesen wird von so genannten Vorlesepaten auch in Altenheimen, auf Spielplätzen, in einem Familienzentrum oder im Kapellchen in Geich. Auch die Themen der Lesestücke sind breit gestreut. Vom beliebten Räuber Hotzenplotz, der kleinen Hexe über die Hexe Hackefey mit Düren-Bezug bis hin zu Texten über amerikanische Geschichte.

Eine besondere Erfahrung machte Andrea Bücker, die den gleichen Text Kindern und Senioren vorlas und dabei beobachtete, welche unterschiedlichen Reaktionen die Generationen darauf zeigten. Gar keinen Vorleseort braucht Gabriele Dietz, die in unregelmäßigen Abständen in ihrer Wohnung vorliest. Sie macht die Termine durch Mundpropaganda und Aushänge an einem schwarzen Brett bekannt. „Wenn der Zwischenraum einmal zu lang wird, fragen die Kinder aus der Nachbarschaft, wann es denn wieder so weit sei“, erzählt sie schmunzelnd.

Absolut regelmäßig tritt dagegen der älteste Mitwirkende an: Ewald Klein liest seit über zwölf Jahren einmal in der Woche in der Peschschule. Dafür, dass ihm der Stoff nicht ausgeht, sorgt die Stadtbücherei, die unerschöpfliche Quellen bietet. Einen noch kürzeren Weg zum Lesestoff hat Klaus Goslich. Er liest aus dem von seiner Frau verfassten Text „Ein gefährliches Geheimnis“. Ort der Handlung diese Stückes ist Heimbach und so hat Goslich beschlossen, seinen Vortrag in der Rurtalbahn auf der Fahrt nach ebendort zu halten.

Wer Interesse hat, selbst auch einmal vorzulesen, bekommt alle Informationen bei den Verwaltungen von Stadt und Kreis. Allein beim Kreis Düren wurden bisher bei zweimal jährlichen stattfindenden Seminaren 400 Vorleser ausgebildet.

(kel)
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