Düren: Zündorf: Weiteres Hotel steht nicht auf der Tagesordnung

Düren : Zündorf: Weiteres Hotel steht nicht auf der Tagesordnung

Wie viele Hotelbetten verträgt Düren? Wenn im kommenden Jahr das Vier-Sterne-Dorint-Hotel im Bismarck-Quartier seine Pforten öffnet, steigt die Zahl von derzeit 540 auf einen Schlag auf 780 an. Und wenn es nach Projektentwickler Dirk Schlun geht, wäre damit das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht.

Auf der Expo Real in München hat der Investor aus Gangelt unlängst seine Pläne für die Südseite des Dürener Bahnhofs (Lagerstraße) vorgestellt, wo er ein Areal von 12.000 Quadratmetern von der Deutschen Bahn erworben hat. Schlun will einen Gebäudekomplex mit Büroflächen, Wohnungen, Gastronomie und einem Hotel errichten, insgesamt ein 55-Millionen-Euro-Projekt stemmen.

Die Präsentation war aber in keiner Weise mit der Stadt Düren abgesprochen, erklärt Baudezernent Paul Zündorf. Er sieht vor allem die Hotelpläne sehr skeptisch und betont, dass „ein weiteres Hotel nicht auf der städtischen Tagesordnung steht“. Priorität hätten das Dorint-Hotel und die Bestandssicherung des Posthotels als wichtiger Eckpfeiler der geplanten Aufwertung der Josef-Schregel-Straße im Rahmen des Masterplans Innenstadt. Seitens der Stadt werde das Vorhaben des Investors daher nicht unterstützt, stellt Zündorf fest.

Es ist nicht das erste Mal, dass Schlun mit seinen Plänen auf wenig Gegenliebe stößt: Schon 2015 scheiterte er mit seinem Ansinnen, an der Bahnhofsüdseite neben Wohnungen, Parkplätzen und Dienstleistungsräumen auch Lebensmittelmärkte zu errichten. Damals kollidierte er mit dem Einzelhandelskonzept der Stadt.

Der Masterplan sieht für die verlängerte Lagerstraße hochwertigen Wohnraum in mehrgeschossigen Gebäuden und die Ansiedlung von Dienstleistungsgewerbe zum Beispiel im Bereich der Gesundheitswirtschaft vor. Auch Handel wäre dort prinzipiell möglich, aber nur, wenn er nicht das Sortiment der Innenstadt berührt.