Nideggen: Zentis übt scharfe Kritik an der Bezirksregierung

Nideggen: Zentis übt scharfe Kritik an der Bezirksregierung

Die Einführung der Sekundarschule Kreuzau-Nideggen entspreche den Vorgaben des von allen Bürgermeistern gewollten Schulentwicklungsplans für den Kreis Düren. Dieser sehe im Südkreis zwei Schulstandorte vor. Kreuzau und Nideggen.

Darauf weist die Grünen-Fraktionsvorsitzende im Rat von Nideggen, Gudrun Zentis, hin.

„Heimbach, Hürtgenwald und Vettweiß waren aufgefordert, sich an der gemeinsamen Planung zu beteiligen, haben dies aber unterlassen.” Nur Heimbachs Bürgermeister Züll habe eine Beschulungsvereinbarung für die Heimbacher Kinder unterzeichnet. „Die Entscheidung der Kölner Bezirksregierung, Kinder aus Kreuzau, Nideggen und Heimbach abzulehnen, ist nicht nachvollziehbar”, so Zentis.

„Die Bezirksregierung hat den Schulentwicklungsplan verlangt und mit den jetzt umgesetzten Ergebnissen bekommen. Die Tatsache, dass für die Genehmigung der Klassenzahlen nur die angemeldeten Kinder aus Kreuzau beziehungsweise Nideggen sowie die Zählkinder aus Heimbach und Düren berücksichtigt werden, sind bürokratische Spitzfindigkeiten zu Lasten der Kinder.”

Die Bezirksregierung habe die Kriterien für die Aufnahme in die Sekundarschule Kreuzau-Nideggen im Alleingang festgelegt. Kinder, die für die Zügigkeit ausschlaggebend waren, seien deshalb nicht angenommen worden. Wer den Grundsatz der wohnortnahen Beschulung derart verletzt, müsse sich Kritik gefallen lassen. Zentis: „Wer sich dann auch noch über Wochen so beratungsresistent zeigt und Fehlentscheidungen nicht nachbessert, darf sich nicht wundern, wenn ich mich an das Schulministerium wende.”

Zu den Anmeldezahlen für die neue Sekundarschule in Kreuzau/Nideggen erklärt die bisherige bildungspolitische Sprecherin und Fraktionsgeschäftsführerin der Grünen im Landtag NRW, Sigrid Beer: „Das Votum der Eltern ist eindeutig. Sie wollen eine Schule, die wohnortnah alle Bildungsabschlüsse offenhält und eine Option für alle Kinder ist.” Bei einem solch großen Andrang sollte die Bezirksregierung nun auch die erwünschte Zügigkeit genehmigen.