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Arbeitsmarktsituation in der Region: Zahl der Arbeitslosen im Kreis Düren weiter gestiegen

Arbeitsmarktsituation in der Region : Zahl der Arbeitslosen im Kreis Düren weiter gestiegen

Die Arbeitslosenquoten sind im Juli auf 7,9 Prozent in Düren und 6,4 Prozent in Jülich angestiegen. Doch es lassen sich auch positive Bilanzen aus dem Arbeitsmarktreport ziehen.

Auch im Juli bleibt die Situation auf dem Arbeitsmarkt aufgrund des Coronavirus weiterhin angespannt. Das geht aus dem Arbeitsmarktreport der Agentur für Arbeit Aachen-Düren hervor.

Aktuell sind im Gesamtbezirk Aachen-Düren Ende Juli 45.060 Menschen arbeitslos gemeldet. Davon 10.853 im Kreis Düren. Besonders deutlich wird die aktuelle Situation im Vergleich mit den Gesamtzahlen aus Städteregion Aachen, dem Kreis Düren sowie dem Kreis Heinsberg zum Vorjahr: Im Juli 2020 haben sich 1943 Personen arbeitslos gemeldet, wohingegen der Bestand an Arbeitslosen im Juli vergangenes Jahr um 147 Personen gestiegen ist.

Im Kreis Düren erhöhte sich die Arbeitslosigkeit im Bereich der Arbeitslosenversicherung weiter auf 3923 Personen. Das ist im Vergleich zu Juni mit 256 mehr arbeitslosen Menschen ein Anstieg von sieben Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Juli 2019 erhöhte sich die Zahl arbeitsloser Menschen um 1274 Personen, was 48,1 Prozent entspricht.

Auch in der Grundsicherung erhöhte sich die Zahl der von Arbeitslosigkeit Betroffenen im Kreis Düren gegenüber Juni deutlich. Die Zahl der in der Grundsicherung betreuten Menschen erhöhte sich um 500 auf 6930 Personen. Das entspricht einem Anstieg von 7,8 Prozent. Verglichen mit dem Vorjahresmonat erhöhte sich die Zahl arbeitsloser Menschen um 501 Personen.

Die Arbeitslosenquote in Düren beträgt 7,9 Prozent, wohingegen sie in Jülich 6,4 Prozent beträgt. Wie aus dem Arbeitsmarktreport hervorgeht, führt der Ferienmonat Juli saisonal bedingt zu einem Anstieg der Arbeitslosigkeit bei jungen Menschen, was auf den Abschluss der Schule oder Berufsausbildungen zurückzuführen ist. So sind im gesamten Kreisgebiet momentan 1327 junge Menschen im Alter von 15 bis 25 Jahren als arbeitslos gemeldet.

Die Auswirkungen der Corona-Krise lassen sich durch Kurzarbeit noch immer deutlich auf dem Arbeitsmarkt erkennen. Für die Zeit vom 1. bis 27. Juli erfasst die Arbeitsagentur für den Kreis Düren vorläufig 24 Unternehmen mit 274 Personen, die von Kurzarbeit betroffen sind.

Dennoch lässt sich festhalten, dass die Anzeigen für Kurzarbeit auch im Juli weiterhin rückläufig sind und neu gemeldete Arbeitsstellen im Vergleich zum Vormonat deutlich zugenommen haben. So meldeten Arbeitgeber im Agenturbezirk Aachen-Düren im Juli insgesamt 1650 neue Stellen.