Düren: Würdiger Ort für die Trauer: „Friedhof ist kein Kirmesplatz”

Düren: Würdiger Ort für die Trauer: „Friedhof ist kein Kirmesplatz”

Für Georg Fittkau steht fest: „Der Friedhof gehört mitten ins Leben”. Deshalb ist der Leiter der Friedhofsverwaltung bemüht, die letzten Ruhestätten der Dürener in ein attraktives Umfeld einzubetten. Der 62-Jährige legt dabei viel Fantasie und Offenheit für neue Ideen an den Tag.

Der Neue Friedhof in der Oststadt ist die mit großem Abstand größte Beerdigungsstätte von insgesamt 16 im Stadtgebiet - ein Ort der Erinnerung und des Gedenkens vor allem, aber auch ein Ort der Begegnung - und der schönste Park in Düren.

Fittkau: „Mir geht es in erster Linie darum, würdige Plätze für die Bewältigung der Trauer und für das Gedenken zu schaffen. Die Hinterbliebenen brauchen solche Räume.” Auf dem Dürener Hauptfriedhof geschieht in vielfältiger Form: Neben den gewohnten Erdgräbern gibt es schön gestaltete Bereiche für die Urnenbestattung, zum Verweilen einladende kleine Plätze mit Sitzgelegenheiten und vieles andere mehr. Demnächst wird die Trauerhalle am Eingang um eine Begegungsstätte ergänzt.

Mit Blick auf Allerheiligen wird sich mancher fragen, was an Grabschmuck erlaubt ist und was nicht. Fittkau: „Wir reiten hier nicht auf den Paragrafen der Friedhofsordnung herum. Die Gestaltungsmöglichkeiten sind sehr weit gefasst. Dies auch deshalb, weil die Ausdrucksformen der Trauernden so verschieden sind, wie die Menschen, derer sie gedenken. Das hat aber seine Grenzen: Solarlampen, Leuchtdioden und anderen Firlefanz lassen wir zum Beispiel nicht zu. Der Friedhof ist schließlich kein Kirmesplatz.”