Niederzier/Oberzier: Wohnpark und Grünfläche des „Weiherhof-Quartiers“ nehmen Gestalt an

Niederzier/Oberzier : Wohnpark und Grünfläche des „Weiherhof-Quartiers“ nehmen Gestalt an

Das Weiherhof-Quartier rund um die Gesamtschule zwischen Niederzier und Oberzier nimmt Gestalt an: Im ersten Teil des Wohnparks — dort, wo früher unter anderem die Fußballer des BC Oberzier auf einem Aschenplatz gekickt haben — wachsen auf einer Fläche von 3,3 Hektar bereits die ersten der 39 Einfamilienhäuser in die Höhe.

Drei Mehrfamilienhäuser entlang der künftig umgestalteten und verkehrsberuhigten Schulstraße werden folgen.

Mit Vertretern der Bauverwaltung und der Baufirmen übergab Bürgermeister Hermann Heuser (l.) am Freitag die neugestaltete Bushaltestellenanlage der Gesamtschule offiziell ihrer Bestimmung. Foto: Jörg Abels

Aktuell entsteht für die neuen Anwohner, für Lehrer und Schüler zwischen Schulstraße und Turnhalle nicht nur ein Parkplatz für 80 Pkw inklusive Elektro-Ladesäulen, sondern entlang der Mühlenstraße (K2) auch schon der kleine Park, der den Weiherhof-Wohnpark künftig entlang des im vergangenen Jahr erbauten Mini-Spielfeldes und der Skateranlage mit den Einzelhandelsgeschäften der „Neuen Mitte“ verbindet. Die Erdarbeiten für die 2,2 Hektar große Grünanlage sind weitgehend abgeschlossen, jetzt geht es an den Feinschliff.

Mitarbeiter des Bauhofes haben begonnen, die ersten neuen Bäume zu pflanzen, mehr als 20 sollen es werden, darunter Amber- und Tulpenbaum, Rot- und Sumpfeiche. „In der kommenden Woche wird eine Fachfirma die ersten von mehr als 7500 bodendeckenden Pflanzen einsetzen“, kündigt Bauingenieur Ben Savelsberg von der Gemeinde Niederzier an. Im Mai soll die Parkanlage fertig sein.

„Wir wollen qualitätsvoll wachsen“

„Wachsen wollen viele Kommunen im Kreis Düren“, betont Niederziers Bürgermeister Hermann Heuser (SPD). „Wir aber wollen qualitätsvoll wachsen.“ Und dazu zählt für Heuser auch ein gutes Kita- und Schul-Angebot: Während Letzteres mit der Gesamtschule bereits unmittelbar am Quartier vorhanden war, musste eine Kita neu gebaut werden. In eins der ersten von Bauingenieur Achim Molls konzipierten, multifunktionalen Holz-Oktagon-Häuser sind „Am Weiherhof“ bereits zwei Gruppen der Kita „Neue Mitte“ eingezogen, bis Ende des Jahres soll direkt nebenan ein zweites, baugleiches Gebäude für zwei weitere Gruppen entstehen.

Allein die beiden Kita-Gebäude kosten rund 1,56 Millionen Euro, wobei der Löwenanteil als Förderung vom Land NRW kommt. Insgesamt investiert die Gemeinde Niederzier mehr als 5,4 Millionen Euro in die Quartiersentwicklung. Und Bürgermeister Hermann Heuser rechnet darüber hinaus mit mehr als 20 Millionen Euro an privaten Investitionen im Wohnpark.

Rund 180.000 Euro hat die Gemeinde in die Verlegung der zentralen Bushaltestelle von der Schulstraße direkt vor die Gesamtschule an die Straße „Am Weiherhof“ investiert, die in dieser Woche in Betrieb gegangen ist. Die neue Haltebucht wurde neben der Fahrbahn so großzügig konzipiert, dass Busse aus beiden Fahrtrichtungen gleichzeitig anfahren können. Die Errichtung einer LED-Beleuchtung und von vier modernen Wartehallen verzögert sich aufgrund von Lieferengpässen noch. Spätestens im Herbst aber soll auch der Wind- und Regenschutz für die Schüler vorhanden sein.

Komplettiert werden soll die aufwendige Gestaltung des Weiherhof-Quartiers bis 2020 mit dem Neubau einer zentralen Feuerwache für die Ortschaften Niederzier und Oberzier neben dem Schulzentrum mit direkter Anbindung an die Mühlenstraße über eine Bedarfsampel. Die Planungen laufen ebenso auf Hochtouren wie die Gespräche mit den beiden beteiligten Löschgruppen.

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