Düren: Wohnen in Gemeinschaft für rund 300 Menschen

Düren : Wohnen in Gemeinschaft für rund 300 Menschen

Eigentlich sollte im Herbst dieses Jahres, also dieser Tage, erster Spatenstich sein für ein besonderes Projekt der Evangelischen Gemeinde. Zwischen Zülpicher-, Roncalli- und Frankenstraße soll auf einer rund 30.000 Quadratmeter großen Brachfläche eine „Wohn- und Lebensphasensiedlung“ mit generationsübergreifendem, barrierefreiem Wohnen entstehen.

Zwar wird es in diesem Jahr nun doch nicht mehr zu einem Spatenstich kommen, aber 2014 soll auf jeden Fall mit dem Bau der ersten Gebäude begonnen werden.

Um das „Leben im Prym-Park“ zu umreißen, lohnt sich ein Blick in die Vergangenheit. 2006 entstand bei der Evangelischen Gemeinde, der das Gelände gehört und die die Grundstücke im Erbbaurecht vergeben will, die Idee eines sogenannten „Lebensphasen-Wohnens“.

Der gedankliche Grundstein für ein Mehrgenerationen-Quartier war gelegt, die Idee entwickelte sich weiter. „Dass die Planungen so lange dauern“, sagt Ulf Opländer, Geschäftsführer der Prym-Park Quartiersgesellschaft mbH, „ist durchaus nicht ungewöhnlich.

Wir haben uns vergleichbare Projekte angeschaut, und überall haben die Planungen zwischen fünf und zehn Jahre gedauert.“ Mittlerweile liegt für das Gelände aber der Bebauungsplan vor, es gibt ernsthafte Interessenten, für die ersten Gebäude im Prym-Park liegen konkrete Architektenpläne vor.

Ulf Opländer: „Rund 300 Menschen können im Prym-Park wohnen. Und diese Menschen sollen auch mitentscheiden, wie das Wohnen im Prym-Park aussehen soll.“ 250 Interessenten haben sich gemeldet, es haben sich zwei Baugruppen gebildet, die ganz konkret mit den Planungen für ihre Wohnungen beschäftigt sind.

Die Siedlung soll autofrei sein, es wird eine große Tiefgarage geben. Und die Gemeinschaft wird eine große Rolle spielen. Das Miteinander von Jung und Alt soll soziale Nähe schaffen, Nachbarschaft soll gelebt werden, Kontakte und Begegnungen im Alltag sollen gefördert werden.

Opländer: „Es wird Gemeinschaftsräume geben, Gästewohnungen, Werkstätten, eine Gemeinschaftsküche und eine professionelle Waschküche für alle.“ Das, so Opländer weiter, habe den Vorteil, dass die eigenen Wohnungen nicht übermäßig groß sein müssen.

Opländer ist davon überzeugt, dass der Bedarf, dass Menschen sich der Einsamkeit entziehen, da ist. „Aber“, so Opländer, „natürlich ist auch Privatsphäre in unserer Siedlung möglich.“

Dass die Siedlung auch ökologisch sinnvoll, also beispielsweise mit Passivbauweise und Photovoltaikanlagen, geplant wird, versteht sich von selbst. „Wohnraum“, sagt Ulf Opländer, „gibt es in Düren genug. Geeigneten Wohnraum aber viel zu wenig. Und genau den wollen wir anbieten.“

(kin)