Dürener Bewegungszentrum: „Wir haben im Vorfeld alles geklärt“

Dürener Bewegungszentrum : „Wir haben im Vorfeld alles geklärt“

Die letzten offenen Fragen rund um das bereits vom Rat beschlossene Projekt Bewegungszentrum werden am Dienstag im Schul- und Jugendhilfeausschuss (17 Uhr, Rathaus) beantwortet.

„Wir haben im Vorfeld alles geklärt“, sagte Wolfgang Schmitz, Geschäftsführer des Kreissportbundes (KSB).

Der KSB will ab 2019 fünf Jahre lang alle Kinder städtischer Schulen und Kitas auf ihre sportmotorischen Fähigkeiten testen. Anschließend will der KSB die Eltern über etwaige Defizite informieren und geeignete Sportarten vorschlagen. Für das Projekt wird die alte Stadtgärtnerei an der Mariaweiler Straße für rund 600.000 Euro umgebaut, die Stadt Düren unterstützt den Dürener Service Betrieb (DSB) als Eigentümer mit 200.000 Euro. Für die Testierung der Schüler stellt die Stadt jährlich 110.000 Euro bereit.

In der Juni-Sitzung des Jugendhilfeausschusses blieben noch die Punkte Trägerschaft, Mietkonditionen, Folgekosten, die nachhaltige Förderung der Kinder nach der Testphase und die mögliche Beteiligung von freien Kita-Trägern offen. Die Dürener Grundschulleiter hatten dem Projekt einstimmig ihre Zustimmung erteilt, aber auch Forderungen gestellt. Es geht um Lehrerfortbildungen, eine bessere Ausstattung der Turnhallen und Förderkurse im Rahmen des Offenen Ganztages. Wolfgang Schmitz und der DSB werden am Dienstag auf alle Aspekte eingehen.

CDU-Chef und Jugendhilfeausschussvorsitzender Thomas Floßdorf, selbst Lehrer, glaubt dagegen, dass es am Dienstag noch Klärungsbedarf geben kann. Die Idee des Bewegungszentrums an sich halte er keines Falls für schlecht, betont Floßdorf. Vieles hänge für ihn und seine Partei aber noch davon ab, wie überzeugend Schmitz‘ Antworten sein werden. Tendenziell stelle sich die CDU auf die Seite der Lehrer, die am Donnerstag mit einem Schreiben an die Stadt ihre Position noch einmal unterstrichen haben. „Das Konzept der Nachhaltigkeit, dass die Lehrer auch ansprechen, ist in meinen Augen noch ein wichtiger Punkt. Es fehlt nämlich noch.“

Wolfgang Schmitz legt dagegen den Fokus auf die Tragweite dieses Projektes: „Die Landespolitik schaut gespannt nach Düren, weil es ein bislang einmaliges Vorhaben in dieser Größe ist.“ Die Stadt sei also auf dem besten Wege, Vorreiter für anderen Kommunen im Land zu werden. „Ampel“-Sprecher Henner Schmidt hatte das Vorhaben immer als „Leuchtturmprojekt“ stark befürwortet.

(cro)