Wildnis-Trail-Spiel gibt es jetzt auch in groß zum Ausprobieren

Wildnis-Trail-Spiel: Verkauf läuft gut, neue Fragen im Gepräch

Vor sechs Wochen haben Rureifel Tourismus, Förderverein und Verwaltung des Nationalparks Eifel das Brettspiel zum Wanderangebot „Wildnis-Trail – in vier Tagen durch den Nationalpark Eifel“ herausgegeben. Ab jetzt erwartet Besucher des Nationalpark-Tors Heimbach im alten Bahnhof eine große Version des Spiels „Spur der Wildnis“.

In einem Bereich der Info-Einrichtung können bis zu zehn Personen an einem Tisch – etwa halb so groß wie eine Tischtennisplatte – ihr Wissen über die vier Tagesetappen des beliebten Wanderwegs unter Beweis stellen.

Mehr als 800 der 2000 Spiele der ersten Auflage sind bereits verkauft. „Wir sind vom Verkauf überwältigt“, kommentiert Gotthard Kirch, Geschäftsführer des Vereins Rureifel Tourismus. Mit einer solchen Nachfrage habe man nicht gerechnet. Das Nationalparktor in Gemünd beispielsweise hätte zunächst 20 Stück geordert, einige Tage später dann nochmal 70. Und auch das Nationalparktor in Nideggen, das zu dieser Jahreszeit eigentlich nur schwach besucht ist, hätten allein wegen des Spieles schon bis zum Jahresende 94 Personen aufgesucht.

„Manche haben natürlich nur das Spiel gekauft und sind wieder nach Hause gefahren, andere haben sich über die Eifel und deren Angebote informiert. Das ist natürlich erfreulich“, betont Kirch. Der Plan, das Bildungsspiel zum Weihnachtsfest anzubieten, ist aufgegangen. Für Frühjahr uns Sommer setzen Nationalpark und Rureifeltourismus auf den stetigen Verkauf an Eifeltouristen und Wanderer, die den Wildnis-Trail bezwungen haben.

Rückmeldungen zum Spiel gibt es natürlich auch: „Ein Vorschlag ist es, ein Begleitbuch zu erstellen, in dem es tiefergehende Infos zu den Antworten gibt“, erklärt Kirch. So wird in dem Buch zum Beispiel nach „Kaiser Karls Bettstatt“ gefragt. „Bei uns haben sich Spieler gemeldet, die dann eben auch gerne wüssten, warum der Felsen bei Mützenich so heißt“, erklärt Kirch. Auch würden sich Spieler mehr Infos zu xx und xx wünschen.

Außerdem denken die Macher des Spiels über eine Zielgruppendifferenzierung der Fragekärtchen nach: Sind ausreichend kindgerechte Fragen im Spiel? Sind die Fragen dann für Bezwinger des Wildnis-Trails zu einfach – und brauchen diese dann Experten-Fragen? Der Spieltisch im Nationalparktor soll daher auch ein Testgelände sein, bei dem diese Differenzierung ausprobiert werden kann.

Die Idee, Besuchern das Spiel in „groß“ anzubieten, hatte Gotthard Kirch, Geschäftsführer der Rureifel Tourismus. Der Tisch selbst ist höhenverstellbar und dadurch auch für Rollstuhlfahrer geeignet. „Wir möchten Wartenden und anderen Gästen etwas bieten“, sagt er - auch in Hinblick auf die Endhaltestelle der Rurtalbahn nahe dem Nationalparktor, das Etappenziel und Endpunkt der Wildnis-Trail-Pauschale ist: Wer die viertägige Nationalparkwanderung in Zerkall beendet, fährt üblicherweise mit der Rurtalbahn bis Heimbach. Nach einigen Minuten Wartezeit geht es anschließend mit dem „Trail-Express“ weiter nach Monschau-Höfen zum Ausgangspunkt zurück.

Zum Preis von 20 Euro gibt es das Brettspiel in allen fünf Nationalpark-Toren (Simmerath-Rurberg, Schleiden-Gemünd, Heimbach, Monschau-Höfen und Nideggen). Bestellungen per Mail sind über info@rureifel-tourismus.de möglich.

(smb)
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