Aachen/Düren: Wieder ein Hochsitz im Hambacher Forst beschädigt

Aachen/Düren : Wieder ein Hochsitz im Hambacher Forst beschädigt

Wieder haben unbekannte Täter im Hambacher Forst einen Hochsitz beschädigt. Sie durchsägten an der Verlängerung der Unterstraße in Morschenich an einem Hochsitz den Standbalken.

Der zu der Zeit unbesetzte Hochsitz stürzte dabei zu Boden. Verletzt wurde niemand. Zerstörte Hochsitze wurden in den meisten Fällen zuvor als Material zum Errichten von Barrikaden verwendet. Nach Angaben eines Jägers hatten sich ihm bereits Mitte Oktober drei vermummte Personen in den Weg gestellt und bedroht, als er einen provisorischen Hochsitz errichten wollte.

Hinweise auf die Täter gibt es bislang nicht. Mit der Kreisjägerschaft hat die Behörde zwischenzeitlich Kontakt aufgenommen, um entsprechende Absprachen zu treffen. Die Ortslage Morschenich und das angrenzende Gebiet stehen bei der Aachener Polizei, die die Einsatzmaßmahmen um die Proteste um den Braunkohletagebau im Hambacher Forst koordiniert, im Fokus.

Die Veranstalter eines Klimacamps, das nächstes Wochenende vor der Weltklimakonferenz in Bonn am Rande des Tagebaus Hambach stattfinden soll, ziehen vor das Verwaltungsgericht Aachen. Sie möchten erreichen, dass die Richter das Camp als Versammlung im Sinne des Grundgesetzes anerkennen, wie Camp-Anmelder Daniel Hofinger am Freitag unserer Zeitung mitteilte. Die Aachener Polizei hatte das Camp vergangene Woche verboten, weil sie befürchtet, dass dort Straftaten begangen werden. Der Bereich ist ein räumlicher Schwerpunkt von verstärkter Bestreifung und Präsenz.

Die Aachener Polizei wird nicht zulassen, dass andere bestimmen, wer sich im Wald aufhalten kann und darf.

Die Ermittlungskommission Hambach hat die Ermittlungen aufgenommen. Zeugen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0241/9577-35301 oder außerhalb der Bürozeiten unter der Telefonnummer 0241/9577-34210 zu melden..

(red/pol)
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