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Düren und Heinsberg unter 100er Inzidenz: Wie viele positive Tests hängen in den Laboren fest?

Düren und Heinsberg unter 100er Inzidenz : Wie viele positive Tests hängen in den Laboren fest?

Der Corona-Inzidenzwert im Kreis Heinsberg ist rasant auf nur noch 75,9 gefallen, und auch der Kreis Düren liegt erstmals seit Ende Februar wieder knapp unter 100. Doch der Heinsberger Landrat traut dem Braten nicht.

Wie in den meisten Städten und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen sinkt der Inzidenzwert auch in den Kreisen Heinsberg und Düren. In Heinsberg hatte er bereits an Christi Himmelfahrt unter 100 gelegen, am Freitag sank er aufgrund geringer gemeldeter Coronavirus-Neuinfektionen weiter. Düren meldete am Freitag mit 99,8 erstmals seit Ende Februar eine Inzidenz von unter 100.

Auswirkungen hat das zunächst noch keine. Erst wenn die Inzidenz stabil über fünf Werktage in Folge unter 100 bleibt, gibt es weitere Öffnungen zum Beispiel im Handel, in der Außengastronomie oder auch für Hotels geben. Und es ist ja nicht gesichert, dass beide Kreise unter der Marke von 100 bleiben.

Dass der Inzidenzwert im Kreis Heinsberg in kurzer Zeit deutlich gesunken ist, lasse sich nicht nur damit erklären, dass sich weniger Menschen infiziert haben, sondern auch mit einer Überlastung der Labore, erklärte Landrat Stephan Pusch auf Nachfrage unserer Zeitung. „Ein Teil der Labormeldungen ist bisher noch nicht eingetroffen. Das liegt auch daran, dass sie dort jede Menge mit der Auswertung der Lolli-Tests zu tun haben“, so Pusch. Der Effekt der niedrigen Inzidenz sei folglich durch eine zeitliche Verzögerung zu erklären. „Es ist wahrscheinlich, dass die Zahlen wieder steigen werden, wenn die Zahl der positiven Tests nachgemeldet wird.“

Im Kreis Düren dankte Landrat Wolfgang Spelthahn allen Bürgerinnen und Bürgern, die sich „verantwortungsvoll an die Regeln halten“. Ein weiterer Grund für den aktuellen Inzidenzwert von 99,8 sei der „sehr erfreuliche Fortschritt" beim Impfen. Mittlerweile hätten knapp 72.000 Menschen im Impfzentrum des Kreises Düren eine Erst-Impfung erhalten, gut 30.000 seien bereits zum zweiten Mal geimpft. Dazu kämen noch einige Zehntausend Impfungen in Hausarztpraxen des Kreises Düren. Es gebe jedoch noch keinen Grund zur Euphorie, betonte Spelthahn.

(red)