Merzenich: Wie Merzenich noch besser mit seinen Nachbarn zusammenarbeiten will

Merzenich : Wie Merzenich noch besser mit seinen Nachbarn zusammenarbeiten will

Wenn es um interkommunale Zusammenarbeit geht, ist die Gemeinde Merzenich immer vorne dabei. Seit Jahren klappt die Kooperation in einigen Bereichen der Verwaltung mit der Kolpingstadt Kerpen ganz gut; jetzt stimmte der Gemeinderat dem Auf- und Ausbau weiterer Zusammenarbeit mit den Städten Jülich, Linnich und Kerpen sowie den Gemeinden Niederzier und Inden zu.

Im Gemeinderat stand jetzt eine weitere Kooperationsvereinbarung auf der Tagesordnung. In Workshops sind bereits mehrere Bereiche herausgearbeitet worden, in denen eine Kooperation möglich erscheint. Thema waren interkommunale Gewerbegebiete, insbesondere die Zusammenarbeit mit den Gemeinden Niederzier und Kreuzau sowie der Stadt Düren. Bei vier Gegenstimmen und einer Enthaltung folgte der Rat der Vereinbarung.

Manfred Esser (Aktiv für Merzenich) warnte vor einer Vermarktung des Geländes durch eine GmbH und Heinrich Roosen (parteilos) kritisierte, „die Bürger werden nicht mitgenommen“. Was die Rechtsform des Vermarktungsunternehmens betreffe, sei keine Entscheidung getroffen, betonten Dr. Maria Schoeller (CDU) und Jürgen Zeyen (SPD). Danach werde noch gesucht.

Nicht einig waren sich die Ratsmitglieder auch beim Gewerbeflächenkonzept des Kreises Düren als Beitrag zur Neuaufstellung des Regionalplanes für den Regierungsbezirk Köln. Ingeborg Geuenich (Grüne) brachte erneut den „Zankapfel“ des Gebietes „Auf der Heide“ ins Spiel und machte ihre Zustimmung davon abhängig, dieses Gebiet auszunehmen.

Nicht einverstanden zeigte sich auch Heinrich Roosen (parteilos), der die Stadt Düren als die Kommune ansieht, die den größten Flächenbedarf anmeldet. „Die Bürger wollen den zu erwartenden Verkehr nicht“, prophezeite Roosen. Die Vorsitzenden der großen Ratsfraktionen, Maria Schoeller (CDU) und Jürgen Zeyen (SPD), verwiesen auf den nach langen Beratungen im Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Strukturentwicklung gefundenen Kompromiss, der dem Gemeinderat jetzt als Beschlussvorschlag vorlag. Bei drei Gegenstimmen und drei Enthaltungen wurde das Konzept beschlossen.

(fjs)