Düren: Wenn Träume zur Bedrohung werden

Düren: Wenn Träume zur Bedrohung werden

Traumalarm im Schlummerland: Prinz Schlafittrich wird Nacht für Nacht von bösen Träumen geplagt. Das ist, gelinde gesagt, eine Bedrohung von revolutionärem Ausmaß für den Staat von König Schlafons, in dem nichts über die harmonische Nachtruhe geht.

Was, wenn die Alpträume seines Sohnes um sich greifen und andere Bürger seines Königreiches befallen? Ein klarer Fall für den Sonderbeauftragten für Schlafpoesie, den Chef der Schlummerschutztruppen, den Abteilungsleiter Schlemmen und Schmausen sowie den Minister für Traumreisen. Der Berater des Königs vereint alle diese wichtigen Ämter in sich und scheint damit wohl eindeutig überlastet, auf jeden Fall ist eine Lösung des Problems in weiter Ferne.

So macht sich König Schlafons denn selber auf eine Reise durch sein Reich, um ein Heilmittel für seinen Sohn zu finden. Was ihm alles auf seiner schwierigen Suche widerfuhr, das konnten rund 600 Kinder im ausverkauften Haus der Stadt miterleben. Dort zeigte das Landestheater Neuss das Stück „Traumfresserchen”.

In der Inszenierung von Heike Scharpff versuchte sich das Landestheater an einer Neuinterpretation des bekannten Stücks nach Michael Ende. War es im Original noch die Prinzessin, die schlimme Träume nicht zur Ruhe lassen kommen wollen, so konnten die zahlreichen Kinder im großen Saal des Hauses der Stadt erfahren, dass auch Jungen Angst vor Monstern haben, die ihnen im Schlaf erscheinen.

Das Landestheater brachte eine phantasievolle Aufführung auf die Bühne mit viel Elan, Witz, Musik, Tanz und Gesang. Nichtsdestotrotz war es für die Schauspieler schwierig, die Kinder durchgehend zu fesseln. Teilweise herrschte große Unruhe im Theatersaal, was natürlich dem allgemeinen Verständnis der Schauspieler abträglich war. Einige Eltern verließen mit ihren Kindern genervt das Theater.

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