Düren: Weiberfastnacht wird wieder ohne Glas gefeiert

Düren: Weiberfastnacht wird wieder ohne Glas gefeiert

Alles, was im Rheinland zum dritten Mal stattfindet, hat Tradition. Insofern ist die Jugendveranstaltung an Weiberfastnacht vor dem Rathaus, bei der seit 2009 Glasbehälter jeder Art verboten sind, Tradition. Gute Tradition, würden die Macher sagen. Städtisches Jugendamt, Polizei, Rettungsdienste, Feuerwehr - sie alle zeichneten am Montag bei der Vorstellung der Feier am 3. Februar ein positives Bild.

Das wohl Wichtigste: Seit es Weiberfastnacht untersagt ist, mit Glasbehältern in die unmittelbare Dürener City zu kommen, habe es deutlich weniger Verletzungen gegeben.

In der Vergangenheit waren der Kaiserplatz und umliegende Straßen beziehungsweise Plätze übersät mit Scherben - Schnittwunden waren nicht selten. Im dritten Jahr ist es nun per Verordnung der Stadt verboten, Glasflaschen oder Gläser in den Stadtkern mitzubringen. Alle Geschäfte sind angehalten, Getränke nur in Kunststoffbehältern zu verkaufen. „Das wird mittlerweile akzeptiert”, sagt Karl-Heinz Adels, der Leiter der Ordnungsamtes.

Auch in diesem Jahr rechnen die Veranstalter wieder mit knapp 4000 Jugendlichen, die in einem abgesperrten Bereich vor dem Rathaus feiern. Der Merkener Gastronom Gerd Suhr ist von der Stadt mit der Organisation beauftragt. „Es wird wie immer Kontrollen geben”, sagt Suhr, „allerdings nur auf Glas hin.” Mit langen Schlangen vor den Eingängen sei nicht zu rechnen. Der Eintritt in den abgesperrten Bereich ist frei.

Feuerwehr, Polizei und Rettungskräfte würden in ausreichender Zahl vor Ort sein, hieß es am Montag im Rathaus. Das Dürener Krankenhaus wird vier Ärzte abstellen, die in einem Versorgungszelt zwischen Stadtverwaltung und City-Carree Notfälle behandeln. „Da ist sinnvoll, um unser Haus an der Roonstraße an diesem Tag nicht für anderweitige Notfälle zu blockieren”, sagt der stellvertretende Klinikleiter Dr. Gereon Blum.

„Wir machen diese Veranstaltung seit 25 Jahren”, betonen Berthold Becker und Peter Junker vom Jugendamt. Das Entscheidende sei, dass die Feier an Weiberfastnacht in der City zentralisiert sei. Dieses Konzept habe sich mehr als bewährt. Gute, alte Tradition eben.