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Neues Feuerwehrübungszentrum: Wehrleute aus NRW ab Juli 2021 in Kreuzau ausgebildet

Neues Feuerwehrübungszentrum : Wehrleute aus NRW ab Juli 2021 in Kreuzau ausgebildet

In Münster und Telgte gibt es keinen Platz mehr, deswegen bildet die NRW-Feuerwehr ihre Kräfte ab dem kommenden Jahr in Kreuzau-Stockheim aus. Der Vertrag für 61.200 zusätzliche Ausbildungs- und Übungstage ist unterzeichnet.

Im Juli 2021 beginnen die ersten 24 Teilnehmer ihre Gruppenführerausbildung am neuen Stützpunkt im Kreis Düren. Die Teilnehmerzahlen werden bis Januar 2023 auf bis zu 72 Teilnehmer in parallelen Lehrgängen erhöht. Das Institut der Feuerwehr in Nordrhein-Westfalen (IdF) stellt das Lehrpersonal und die Feuerwehrfahrzeuge, der Kreis sorgt für die Logistik vor Ort.

Die Zusammenarbeit zwischen den Kooperationspartnern (Innenministerium, Kreis Düren und IdF) ist zunächst auf bis zu acht Jahre angelegt. Der nun vereinbarten Kooperation war ein Aufruf an interessierte Kommunen zur Suche nach einem Übungsgelände im Süden von Nordrhein-Westfalen vorausgegangen. Der Kreis Düren hatte dabei die Kriterien insgesamt und bei den besonders hoch gewichteten Kriterien „Erreichbarkeit“ und „Verfügbarkeit“ am besten erfüllt. Außerdem „konnte er mit mehrjährigen Erfahrungen in einer bereits bestehenden Kooperation für Gruppenführerausbildungen punkten“, heißt es in der entsprechenden Pressemitteilung.

„Für uns wird damit eine lange Vision Wirklichkeit", sagte Landrat Wolfgang Spelthahn (CDU) und sprach gleichzeitig von „einer großen Wertschätzung für das Ehrenamt und die Feuerwehren". Das moderne Ausbildungszentrum werde in den nächsten Jahren Tausende Feuerwehrkräfte qualifizieren. „Das heißt auch, dass all unsere Ehrenamtler aus der Region nun deutlich kürzere Wege haben, um sich in dieser wichtigen Einrichtung ausbilden zu lassen." Der neue Standort bedeute „einen einmaligen Mehrwert“, der sicherlich erheblich zu einer Attraktivitätssteigerung des „Ehrenamtes Feuerwehr" beitragen werde, sagte der Landrat.

An den Wochenenden stehen die Trainingsmöglichkeiten insbesondere den freiwilligen Feuerwehren vor Ort in Abstimmung mit dem Kreis Düren zur Verfügung.

(red)