Langerewehe/Inden: Wasserverband Langerwehe investiert 1,2 Millionen Euro

Langerewehe/Inden : Wasserverband Langerwehe investiert 1,2 Millionen Euro

Der Wasserleitungszweckverband Langerwehe (WZV) plant den Bau eines vierten Brunnens. „Bisher“, sagt Werksleiter Heinrich Schumacher, „gibt es drei Brunnen, mit deren Hilfe wir unsere 20.000 Kunden in Langerwehe sowie Teilen von Inden und Düren versorgen.“

Es sei deutlich spürbar, ergänzt Schumacher, dass die Pegelstände des Grundwassers der drei bestehenden Brunnen sinken würden. „Wir führen das auf den Klimawandel zurück und sehen deswegen Handlungsbedarf.“

Standort gefunden

Inzwischen hat die Verbandsversammlung des Wasserleitungszweckverbandes den Bau des vierten Brunnens, der auch ins Netz eingespeist werden soll, beschlossen. Inklusive notwendiger Leitungen, die ebenfalls neu gelegt werden müssen, wird die Maßnahme rund 1,2 Millionen Euro kosten.

Schumacher: „Um eine Beeinflussung der bestehenden Förderbrunnen untereinander zu vermeiden, sollte sich der Standort des neuen Brunnens nicht auf dem Brunnengelände in Wenau befinden.“ Ein geeigneter Standort für den neuen Brunnen ist aber mittlerweile schon gefunden. „Der neue Brunnen sollte im westlichen Teil unseres Einzugsgebietes zwischen Hamich und dem Kloster Wenau liegen“, erklärt der Betriebsleiter.

Messstellen des Kreises

An diesem Standort befinden sich bereits zwei Messstellen des Kreises Düren. „Dort hat es bereits über einen längeren Zeitraum chemische Untersuchungen gegeben, die die Qualität des Grundwassers überprüft haben“, sagt Schumacher. „Die Qualität ist gut, der Standort geeignet.“ Mit Erlaubnis der Bezirksregierung Köln ist bereits eine erste Grundwasser-Bohrung erfolgt. Außerdem wurde das Grundstück, auf dem der Brunnen gebaut werden soll, vom Landesbetrieb Wald und Holz NRW gepachtet.

Schumacher: „Nach dem üblichen Genehmigungsverfahren kann voraussichtlich Ende 2019 mit dem Bau unseres vierten Brunnens begonnen werden.“ Der Betriebsleiter des Wasserleitungszweckverbandes rechnet mit einer Bauzeit von rund sechs Monaten.

(kin)
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