Düren: Warnstreik der IG Metall bei Neapco in Düren: Beteiligung geringer, als erhofft

Düren : Warnstreik der IG Metall bei Neapco in Düren: Beteiligung geringer, als erhofft

Am Warnstreik zum Schichtwechsel um 13.30 Uhr bei Neapco haben sich laut Betriebsrat Jürgen Müller so viele Arbeiter wie nie zuvor beteiligt. Dennoch nahmen an der Kundgebung des gestrigen IG-Metall-Streiks vor dem Gebäude weitaus weniger teil, als seitens der Gewerkschaft erhofft.

Maximal 100 hörten der Ansprache von Paul Zimmermann zu, dem 1. Bevollmächtigtem der Dürener IG Metall — mit 300 bis 350 hatte die Gewerkschaft gerechnet.

In Düren war es nach dem Streikfrühstück am 9. Januar die zweite dezentrale Aktion der Metaller. 700 Beschäftigte aus sechs Betrieben — außer Neapco noch GKD Kufferath, Brück, zwei Voith-Werke und Queck — waren in Düren aufgerufen, um nach drei ergebnislosen Tarifverhandlungen weiter für die Forderung der Gewerkschaft einzustehen. Nach Angaben von Paul Zimmermann könnte die IG Metall in Düren mehr als 1000 Arbeitnehmer mobilisieren.

Die IG Metall fordert sechs Prozent mehr Lohn und das Recht für jeden Beschäftigten, seine Arbeitszeit bis zu zwei Jahre lang von 35 auf 28 Stunden pro Woche zu verkürzen, mit teilweisem Lohnausgleich. Die Arbeitgeber haben eine Einmalzahlung und zwei Prozent mehr Lohn angeboten. Außerdem wollen sie die Arbeitszeit verlängern können.

„Die Forderungen scheinen zu passen, denn die Beteiligung war höher als im vergangenen Jahr“, betonte Zimmermann. „Aber: Forderung und Ergebnis sind zwei verschiedene Dinge.“ Neapcos-Betriebsrat Jürgen Müller bekräftigte: „Meine Kollegen sind auf jeden Fall bereit für eine nächste Warnstreikrunde.“

(cro)
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