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Spur der Verwüstung: War ein Elfjähriger der Unfallfahrer?

Spur der Verwüstung : War ein Elfjähriger der Unfallfahrer?

In Düren ist am Freitag ein Autofahrer zuerst gegen ein parkendes Fahrzeug geprallt und später in einen Vorgarten gefahren. Die Polizei verdächtigt einen elfjährigen Jungen.

Im Dürner Stadtteil Lendersdorf hinterließ ein Autofahrer eine Spur der Verwüstung: Gegen 16.20 Uhr am Freitag sind Zeugen auf das Geschehen in der Rölsdorfer Straße aufmerksam geworden. Ein Autofahrer kam mit seinem Gefährt erst rechts von der Fahrbahn ab und prallte gegen das Heck eines parkenden Autos. Wenige Meter später geriet er laut Angaben der Polizei nach links von der Straße ab, überfuhr den Gehweg, durchbrach einen Zaun und kollidierte letztendlich mit Eckpfeiler einer Vorgartenmauer.

Ein Minderjähriger ergriff daraufhin die Flucht vom Tatort, so die Polizei. Der Gesamtschaden werde auf mehrere tausend Euro geschätzt.

Die Ermittlungen führten die Beamten zum Sohn des Dürener Autobesitzers. Nach aktuellem Stand habe der elfjährige Sohn in Abwesenheit des Vaters die Schlüssel des Familienautos an sich genommen und sei zu der Fahrt in die Rölsdorfer Straße aufgebrochen. Bereits nach kurzer Zeit habe der Junge die Kontrolle über das Fahrzeug verloren und die Zusammenstöße verursacht. Er blieb dabei glücklicherwiese unverletzt, konnte bislang „aufgrund einer krankheitsbedingt möglicherweise nicht ausgeprägt entwickelten Einsichtsfähigkeit“, wie es in der Meldung der Polizei heißt, nicht befragt werden. Die Ermittlungen dauern an.

(red/pol)