Jährlichen Vortragsreihe: Vorträge zum komplexen Thema Strukturwandel

Jährlichen Vortragsreihe : Vorträge zum komplexen Thema Strukturwandel

Mit dem fortschreitenden Strukturwandel und der verstärkten Nutzung alternativer Energien stellt sich auch die Frage, welche Energiespeicher in Zukunft vonnöten sind. Dieses Thema behandelten das Forschungszentrum Jülich, die Energieagentur NRW sowie der Zweckverband der Region Aachen in ihrer jährlichen Vortragsreihe.

Drei Experten führten in ihren Impulsreferaten in das komplexe Themenfeld ein. Frank Schäfer behandelte in seinem Beitrag die sich verändernden energiepolitischen Rahmenbedingungen im Bereich der Flexibilitätstechnologien und der Energieinfrastrukturen, ehe Dr. Stefan Kasselmann das Projekt „Living Lab Energy Campus“ des Forschungszentrums Jülich vorstellte. Dessen Ziel ist es, die Wechselwirkungen zwischen Technik, Energieträgern und Verbrauchern zu untersuchen, um skalierbare praxistaugliche Lösungen zu entwerfen. Im Rahmen der Energiewende sollen verstärkt erneuerbare Energien, insbesondere Wind- und Solarenergie, genutzt werden.

Zum Abschluss der Veranstaltung stellte Professor Ulf Hermann aktuelle Forschungsarbeiten vor, die gegenwärtig an der FH Aachen sowie dem Solarinstitut Jülich realisiert werden. Dabei geht es um die Option, überschüssige Energie in Salzlösung zu speichern. Hermann und seine Kollegen forschen daran, diese Technologie der Speicherung in vorhandenen Kraftwerken, etwa im Rheinischen Revier, einzusetzen.

Einig waren sich die Experten, dass es dringend notwendig ist, sich stärker mit dem Thema „Speicher und Speicherung von erneuerbaren Energien" zu beschäftigen, vor allem angesichts der stetig steigenden Gewinnung von Strom durch Photovoltaik und Wind. Dabei bleiben allerdings trotz erster vielversprechender Forschungsansätze und ersten Anwendungen im großtechnischen Maßstab grundlegende Fragen von technischer, ökonomischer und auch gesellschaftlicher Seite.

(kel)
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