Vorlesetag im Kreis Düren am 15. November

Viele Facetten : Es gibt wieder was auf die Ohren

Am 15. November gibt es wieder mächtig was auf die Ohren, denn dieser Freitag ist wie in ganz Deutschland auch in Düren der Vorlesetag. Zum dritten Mal organisieren Kreis und Stadt gemeinsam ein äußerst umfangreiches Programm mit vielen Facetten.

Deren Vertreterinnen Liesel Koschorreck, Sabine Wagner, Elke Ricken-Melchert und die langjährige ehrenamtliche Organisatorin Ingrid Nothelfer begrüßten bei einem Vorgespräch zahlreiche der über 60 Vorlesenden. Unter dieser Rekordzahl sind nur einige wenige Herren, während Damen jedes Alters an zahlreichen Orten in Stadt und Land vortragen werden. Zu ihnen gehören Lesepaten aus dem Stadt- und Kreisgebiet, Autoren, Mitarbeiter unterschiedlichster Institutionen und Firmen, Erwachsene und Kinder.

Ihre Themen und Plätze sind dabei sehr unterschiedlich. Es wird in Kindergärten und Schulen, im Rathaus und beim Nachbarschaftsverein, im Museum und in der Emmaus-Kapelle am evangelischen Friedhof gelesen, im Altenheim und in der Scheune, im Krankenhaus und im Schloss Burgau, im Hospiz und im Stadtmuseum. So ist auch die Zahl der Orte so groß wie nie zuvor. Dazu zählt dann auch der Sitzungssaal des Dürener Rathauses, in dem Bürgermeister Paul Larue sicher nicht von Politik spricht, wenn er liest: „Was ich liebe und was nicht.“

Das Publikum umfasst alle Altersklassen. Dementsprechend sind auch die Themen breit gefächert. Mindestens zwei Texte stammen von Nobelpreisträgern, Harry Potter ist dabei, Märchen und Sagen sowie Texte für Kinder und selbst Verfasstes von Marianne Tombeux. Eine besondere Konstellation ergibt sich, wenn im Stadtmuseum am Vorabend des 16. November, an dem vor 75 Jahren Düren und Jülich fast völlig zerstört wurden, Schüler des Rurtalgymnasiums Zeitzeugen-Berichte aus zwei Weltkriegen vorlesen. Dabei werden persönliche Dokumente aus dem Ersten Weltkrieg und auch Augenzeugenberichte der Zerstörung Dürens während des Zweiten Weltkriegs vorgetragen.

Eine genaue Auflistung aller Veranstaltungen am Vorlesetag findet sich in einem Flyer, der unter anderem im Kreishaus, im Rathaus, im i-Punkt und in der Stadtbücherei ausliegt. Alle Veranstaltungen sind kostenlos und können ohne vorherige Anmeldung besucht werden.

(kel)