Düren: Vorbereitung auf WM-Qualifikation findet in Düren statt

Düren: Vorbereitung auf WM-Qualifikation findet in Düren statt

Wenn die philippinische Fußballnationalmannschaft am 29. Juni auf Sri Lanka zur WM-Qualifikation antritt, dann dürfte sie mit Dürener Unterstützung gut vorbereitet sein, denn vom 12. bis zum 25. Juni will die asiatische Nationalmannschaft in Düren ein Trainingslager absolvieren.

„Das ist zu 99 Prozent sicher”, sagte Paul Weiler, Manager des Nationalteams, am Mittwoch. Hergestellt wurde der Kontakt durch den Dürener Gerd Engels, der als Fußballtrainer in Japan arbeitet. Engels hat bereits ermöglicht, dass der Nationaltorwart der Philippinen, der 16-jährige Christopher Camcam, beim FC Niederau ein Torwarttraining absolvieren kann.

Auf Platz 155 steht das philippinische Fußballteam in der Weltrangliste. Das ist für ein Volk von 88 Millionen Einwohnern fast schon unterirdisch schlecht. Paul Weiler, der seit 2007 als Manager, Scout und Berater für das Team fungiert, will das mit dem neuen deutschen Trainer Michael Weiß nun ändern.

Weiler: „Wir wollen uns in Düren gezielt auf die WM-Qualifikation gegen Sri Lanka Ende Juni und gegen Kuwait Ende Juli vorbereiten. Und wir suchen noch geeignete Spielpartner.” Und zwar ab der Verbandsliga aufwärts.

Weiler weiß, dass das noch ein Problem werden könnte, immerhin sind die deutschen Teams dann in der Sommerpause. Oder selbst im Trainingslager. So bemüht sich Weiler zum Beispiel um ein Spiel gegen die Alemannia.

Das wird allerdings schon schwierig, weil die Profimannschaft ab dem 20. Juni ein Trainingslager in Österreich absolviert und unmittelbar zuvor schon drei Freundschaftsspiele terminiert hat, wie Pressesprecher Thorsten Pracht auf Anfrage erklärte.

Denkbar wäre aber zum Beispiel eine Partie gegen die Amateure. Insgesamt vier bis fünf Trainingsspiele, so Weiler, will das Team absolvieren. Sinn macht das Trainingslager in Düren aber nicht nur wegen der gezielten Vorbereitung zur WM-Qualifikation. Manager und Trainer der Nationalmannschaft bemühen sich derzeit verstärkt darum, deutsche Spieler mit philippinischen Wurzeln ins Team zu locken. Gelungen ist ihnen das beispielsweise schon mit dem 19-jährigen Mark Drinkuth, der in Düsseldorf spielt, oder Manuel Ott vom FC Ingolstadt.