Bonn/Heimbach: Von Taiwan an den Rursee: Gesellschaft für Sozialökonomie zu Besuch

Bonn/Heimbach: Von Taiwan an den Rursee: Gesellschaft für Sozialökonomie zu Besuch

Ob in Deutschland oder Taiwan, oft stehen Agrar-Ökonomen vor ähnlichen Problemen. Wie lässt sich die Düngerwirkung auf den Äckern abschätzen? Wie bekommt man die Abluftreinigung bei Stalltierhaltung in den Griff? Wie lassen sich ländliche Regionen auch touristisch erschließen?

Seit fast 50 Jahren diskutiert die Deutsch-Taiwanische-Gesellschaft für Sozialökonomie solche Fragen. Zur diesjährigen Fachtagung an der landwirtschaftlichen Fakultät der Universität Bonn führte Taiwans Landwirtschaftsminister Bao-Ji Chen die asiatische Delegation an. Zum Abschluss des viertägigen Gedankenaustauschs ging es dann von der Theorie in die Praxis.

In Begleitung von Professoren verschiedener taiwanischer Universitäten und Mitarbeitern seines Ministeriums unternahm Bao-Ji Chen eine Exkursion nach Heimbach.

Hier präsentierte Dr. Ralf Nolten aus Winden, Agrar-Ökonom an der Bonner Universität und stellvertretender Vorsitzender der DTG, mit den Sachverständigen vor Ort die kulturellen und touristischen Sehenswürdigkeiten.

Die Programmpunkte waren dicht gesteckt. Auf ihrer Besichtigungs-Tour durch Heimbach informierten sich die weit gereisten Besucher über die Internationale Kunstakademie, die Talsperre Schwammenauel und das Wasser-Info-Zentrum Eifel. Weitere Stationen waren das Nationalparktor Heimbach und ein Besuch im Resort Eifeler Tor.

In das Goldene Buch

Nachdem sich Bao-Ji Chen im Beisein von Landrat Wolfgang Spelthahn ins Goldene Buch des Kreises Düren eingetragen hatte, genossen er und seine Begleiter das Ambiente auf der historischen Burg Hengebach. Mit Blick auf die heimbachtypischen Fachwerkhäuser ließ sich Chen ganz genau erklären, wie diese Gebäude in früheren Jahrhunderten errichtet wurden.

Beim Rundgang durch die Ausstellungsräume der Kunstakademie entdeckte der Minister zudem eine kleine, nach vorne geneigte Holzskulptur: „Das mag ich.“, lächelte er. „Das ist ein asiatischer Willkommensgruß.“

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