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Blitzschnelle Reaktion: Volltrunkener Fußgänger überlebt dank Ausweichmanöver

Blitzschnelle Reaktion : Volltrunkener Fußgänger überlebt dank Ausweichmanöver

Ein Autofahrer hat am Sonntagabend in Düren durch seine schnelle Reaktion einen schweren Unfall verhindert. Ein „hochgradig alkoholisierter Passant“ lag mitten auf der Straße.

Nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei waren der 23 Jahre alte Dürener und ein 25-jähriger Begleiter nach einem durchzechten Sonntagabend um 23.15 Uhr als Fußgänger unterwegs. In Höhe der Zufahrt auf die Polizeiliegenschaft wollten die beiden Männer die zweispurige August-Klotz-Straße, unter Nutzung einer Querungshilfe in Richtung Pleußmühle/Innenstadt überschreiten. Dabei war der 25-Jährige erfolgreich vorgelaufen, der 23-Jährige blieb jedoch zurück.

Zur selben Zeit fuhr ein 29 Jahre alter Autofahrer aus Hürtgenwald auf der August-Klotz-Straße in Richtung Aachener Straße. Urplötzlich und „soeben noch rechtzeitig“ erkannte er einen mitten auf der Fahrbahn liegenden Mann, erklärt die Polizei. Der aufgrund von Alkoholkonsum nicht mehr verkehrstüchtige Dürener war aus eigenem Verschulden auf den Bauch gefallen. Während er dort lag, hatte der völlig überraschte Autofahrer aufgrund der Situation blitzartig bremsen und nach rechts ausweichen müssen, so dass die Vorderreifen schräg über den Gehweg knallten und sogar ein Reifen platzte.

Das reaktionsschnelle Handeln hat sicherlich erheblichen Anteil am unverletzten Überleben des 23-Jährigen, der von seinem ebenfalls stark angetrunkenen Kumpel von der Straße geholt und sicherheitshalber auf das Mäuerchen am Polizeihof gesetzt wurde. Ein Polizeibeamter, der nur wenig später aus der Wache vor das Haus trat, war schnell zur Stelle und konnte später dokumentieren, dass der unfallbeteiligte Fußgänger sich alkoholbedingt nicht mehr aus eigener Kraft auf den Beinen halten konnte. Ein bei ihm durchgeführter Alkoholtest wies 2,74 Promille in der Atemluft aus.

„Für Fußgänger gibt es zwar keine Alkoholgrenze. Dennoch müssen sie mit rechtlichen Konsequenzen bis hin zum Führerscheinentzug rechnen und für Schäden haften, wenn sie im betrunkenen Zustand einen Verkehrsunfall verursachen“, erklärt die Dürener Polizei. Die Beamten haben ein Strafverfahren eingeleitet und dem Beschuldigten zu Beweiszwecken eine Blutprobe entnehmen lassen. Die Ermittlungen gegen ihn dauern an.

(red/pol)