Düren: „Volleyball gehört zu meinem Leben”

Düren: „Volleyball gehört zu meinem Leben”

27 Jahre ist es her. Damals gab ein schüchterner 16-Jähriger sein Debut für den damaligen Volleyball-Zweitligisten Dürener TV. „Er war so ein richtiges Milchgesicht”, erinnert sich sein damaliger Mitspieler Josef Kaulen an Hans-Jörg Feltes Premiere in der ersten Mannschaft.

Heute kann Hans-Jörg Feltes auf eine beeindruckende Karriere von 27 Jahren zurückblicken, in denen er mindestens in der Regionalliga gespielt hat. Und ein Ende ist nicht in Sicht.

„Volleyball gehört zu meinem Leben”, sagt 43-Jährige, der heute das Bürgerbüro der Stadt Düren leitet. Und deswegen spielt der 43-Jährige immer noch in der Regionalligamannschaft des DTV. Ein Mal pro Woche trainiert er mit der Mannschaft in der Halle. Zwei Mal steht Krafttraining in der Mittagspause auf dem Programm. „Das tut einfach wahnsinnig gut”, bekennt sich Feltes zu der „Droge” Sport.

„Keinen Pfennig”

In 27 Jahren Senioren-Volleyball ist Hans-Jörg Feltes drei Mal mit dem Dürener TV in die erste Bundesliga aufgestiegen. „Uns hat immer das Geld gefehlt. Wir waren 1980 ja schon heilfroh, dass wir einen Ausrüstervertrag mit Adidas hatten.” Spielergehälter? Fehlanzeige. „Es gab damals keinen Pfennig.”

Dafür aber schon damals einen Stamm an treuen Fans. 600 bis 700 Zuschauer waren auch zu Zweitliga-Zeiten keine Seltenheit. „Wir haben damals viel gemeinsam gefeiert. Wir waren drei Mal gemeinsam in Kanada. Die Kameradschaft war toll.”

1995 ist Hans-Jörg Feltes dann aus der ersten Mannschaft zurück getreten und seitdem in der Reserve aktiv. Die spielt in der Regionalliga und zählt, hinter der Erstvertretung, die bekanntlich mittlerweile unter dem Namen Evivo Düren startet, zu den besten Teams im Rheinland. Feltes, der neben Erich Peterhoff als Spielmacher die Strippen zieht, ist nicht der einzige ehemalige Erstliga-Spieler in der Reserve. „Das merkt man auf jeden Fall. Würde diese Mannschaft drei Mal pro Woche trainieren, dann wären wir Aufstiegsfavorit Nummer 1.”

„Alles ist viel professioneller geworden”

Das ist aber nicht das Ziel der Reserve. „Einzig und alleine der Spaß steht im Vordergrund”, so der zweifache Familienvater. Spaß hat Hans-Jörg Feltes auch an der Entwicklung der heutigen Bundesliga-Mannschaft. „Das ist alles viel professioneller geworden. Das Umfeld, aber auch die Mannschaft. Zu meiner Zeit gab es kaum Sprungaufschläge, kaum Angriffe aus dem Hinterfeld. Und die Spieler heute sind athletisch viel stärker.”

Im Publikum sitzt der Spielmacher der Reserve allerdings selten, wenn das Evivo-Team in der Bundesliga aufschlägt. „Wir spielen meistens zeitgleich”, so Feltes. Und deswegen wird man Hans-Jörg Feltes auch künftig vor allen Dingen unten auf dem Spielfeld sehen. 27 Jahre und kein Ende in Sicht.

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