Volleyball-Bundesliga: Düren beim deutschen Meister

Powervolleys vor Spiel beim Meister : Falters Schwerpunkt liegt auf der Annahme

Stefan Falter, der Trainer des Bundesligisten SWD Powervolleys, hat in den vergangenen Wochen den Schwerpunkt im Training auf das Element Annahme gelegt. Die ist beim Spiel beim Deutschen Meister Berlin besonders wichtig.

Der Deutsche Volleyballmeister Berlin Recycling Volleys ist mit einem ungefährdeten 3:0 in die neue Saison gestartet. „Die Partie beim Aufsteiger Helios Grizzlys Giesen war für die neuformierte Mannschaft eher ein Trainingsspiel als eine schwierige Prüfung“, sagt der Trainer des nächsten Gegners der Hauptstädter.

Dieser Coach heißt Stefan Falter. Und seine SWD Powervolleys bestreiten am Donnerstag dieser Woche in Berlin das offizielle Eröffnungsspiel der Saison 18/19.

Ungewöhnliche Zeit

Anpfiff  ist um 19.10 Uhr, gezeigt wird die Partie beim Sport-Spartensender Sport1.

Warum der erste Ballwechsel zu dieser ungewöhnlichen Zeit erfolgt, weiß Falter nicht. Vielleicht liegt es daran, dass die Berliner mit einer großartigen Show Partie und Übertragung einläuten wollen.

Auf jeden Fall können sich die beiden Teams nicht wie üblich in der Spielstätte aufwärmen, sondern müssen in eine Nebenhalle ausweichen. Kein Problem für den Dürener Trainer, weil: „Wir können nicht einerseits auf mehr Fernsehpräsenz setzen und uns dann andererseits beschweren, wenn das obligatorische Aufwärmprogramm eben nicht in der Spielstätte stattfinden kann.“

Da denkt der Coach ganz pragmatisch, schließlich sind Live-Übertragungen im Internet per Stream nicht der Weisheit letzter Schluss.

In den vergangenen Wochen hat sich der Schwerpunkt der Dürener Vorbereitung auf den Bereich Annahme verlegt. „Die Annahme ist halt das Pflichtelement, das der erste Grundstein für den Erfolg ist“, betonte der Trainer.  Die Elemente Aufschlag, Block oder Feldabwehr bereiteten dem Mann aus Schmidt keine Sorgen, die Annahme schon. Und so streute er auch immer Übungen ein, die belohnenden Charakter hatten: „Schließlich sollen die Spieler ja nicht die Lust verlieren, sollen sie ja auch nicht verkrampfen, wenn wir ein Element häufiger trainieren müssen.“

Gerade gegen Berlin kommt der Annahme eine elementare Bedeutung zu: „Die werden auch in dieser Saison einen sehr starken Aufschlag haben“, ist sich Falter sicher.  Und so spielten die Dürener vor wenigen Tagen beim belgischen Club Roeselare, der einen ähnlichen Spielstil wie die Berliner pflegt. Nach der dreieinhalbstündigen Busfahrt verloren die Dürener Satz eins 14:25. Der Trainer fragte sich: „Wie geht die Mannschaft damit um?“  Sie zeigte eine gute Reaktion: Satz zwei sicherte sie sich ebenfalls mit 25:14. Insgesamt endete die Partie 2:2. Und der Trainer war zufrieden.

(sis)
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