Vossenack: Volksmusikanten Vossenack präsentieren Hörgenuss

Vossenack : Volksmusikanten Vossenack präsentieren Hörgenuss

Mit intensiven Proben hatten sich die Volksmusikanten Vossenack auf ihre Frühjahrskonzerte vorbereitet. Ihr anspruchsvolles Programm überraschte und erfreute am Wochenende die Musikfreunde aus Nah und Fern. Am Freitag war die Aula des Franziskus-Gymnasiums nicht ganz gefüllt, doch am Samstag mussten noch zusätzliche Stühle herangeholt werden, damit alle Gäste Platz fanden.

Zu Beginn erklang gewaltig und festlich die „Unity Fanfare“, der erste Gruß des starken Orchesters, das mit 41 Aktiven gut besetzt war.

Humoristische Einlagen

Gottfried Breuer, der Vorsitzende der Volksmusikanten, begrüßte die Besucher, und durch das Programm führte Ursula Kreutz, die mit interessanten Informationen aufwartete. Zu „Ross Roy“ von Jacob de Haan erläuterte sie, dass dieses Konzertwerk für eine Schule geschrieben wurde und sich hier in musikalisch-kunstvoller Weise der Schulalltag bis zum Abschluss darstelle, nicht ohne humoristische Einlagen.

Das Vossenacker Orchester unter Leitung von Christoph Schiffers zeigte sich in Hochform: Von schwelgend und träumerisch bis hüpfend und schrill erklangen die unterschiedlichsten Harmonien. Dann kam lebensfroh und swingend „Mary Poppins“ daher. Die unvergesslichen Ohrwürmer wie „Mit ‘nem Teelöffel Zucker“ oder „Chim Chim Chereey“ wurden mit scheinbarer Leichtigkeit vorgetragen und ließen das Publikum nicht merken, dass dieses Potpourri eine echte Herausforderung und recht schwierig zu spielen war.

„Wir haben ein Gremium gebildet, das die Stücke für unser Frühjahrskonzert ausgesucht hat“, berichtete der Dirigent. „Ich lege Wert darauf, dass es hierzu ein Meinungsbild aus dem ganzen Orchester gibt, und natürlich muss das Programm uns herausfordern.“ Gottfried Breuer fügte hinzu: „Es geht darum, was wir uns zumuten können, und auch darum, was unserem Publikum gefällt. Beim Probenwochenende haben wir mit voller Konzentration an den Beiträgen gefeilt.“

Es gefiel dem Publikum immer besser: Im zweiten Teil ertönte militärisch und fröhlich der Erzherzog-Albert-Marsch, so richtig zum Füßewippen und Mitklatschen. Es folgte die Polka „Von Freund zu Freund“ und ein beliebtes Ernst-Mosch-Stück, „Am Kreuzersteg“.

Spanisch können die Volkis auch: Ein feuriger Paso doble in hohem Tempo, „Zaragoza“, geriet zum Hörgenuss. Dann war die Percussion-Gruppe gefordert, die in „Fascinating Drums“ wirklich faszinierend auftrat und pfeifend, klopfend, schlagend, trommelnd und rasselnd alles gab, was sie kann. Dafür wurden Stefan Braun, Marcel Kreutz, Christian Linzenich, Daniel Sieberichs und Guido Thönnessen von den Zuhörern besonders gefeiert.

Auftritte bei Maifesten

Am Ende wollte das Publikum die Musiker nicht ohne Zugabe gehen lassen. Beim Wilhelm-Tell-Marsch brillierten die Trompeten. Und alles wurde ein wenig ruhiger, als zum Abschied Brahms‘ „Child’s Lullaby“ ertönte, besser bekannt als „Guten Abend, gut‘ Nacht“.Wer die Volksmusikanten verpasst hat, kann sie am 6. Mai beim Maifest in Birgel erleben und am 13. Mai beim Maifest in Niederzier.

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