Viktor und Frieda Weigandt aus Düren feiern Diamantene Hochzeit

Diamantene Hochzeit : „Haben uns gezankt und geküsst“

Dieser Ostermontag ist für Viktor (83) und Frieda Weigandt (81) ein besonderer Feiertag. Vor 60 Jahren gaben sie sich das Ja-Wort. Zur Diamantenen Hochzeit erinnern sie sich zurück.

„Ich wohnte im russischen Nowopoltawa, sie in Mostowaja – mit dem Zug war man damals mehr als einen Tag lang unterwegs, um von einen in den anderen Ort zu kommen“, berichtet Viktor Weigandt. Sie hätten sich wohl nie kennengelernt, wenn es der Zufall nicht so gewollt hätte. „Wir sind uns 1955 einfach über den Weg gelaufen – zu welchem Anlass weiß ich gar nicht mehr so genau“, sagt Frieda Weigandt lächelnd.

Es muss jedenfalls sofort gefunkt haben, denn „wir haben unsere Adressen ausgetauscht und zunächst einmal eine Brieffreundschaft gepflegt – aber nur Briefe schreiben, reicht irgendwann nicht aus“. Zumindest nicht, wenn die Gefühle für den anderen so stark sind, deshalb fragte sie ganz offensiv: „Wie lange wollen wir noch schreiben?“

Und ihr Mann gesteht: „Wir haben uns dann getroffen. Sie war so ein wunderschönes Mädchen – als ich sie küsste, war klar: Diese Frau muss ich behalten.“ Sie heirateten 1959, bekamen einen Sohn namens Alexander und erfreuen sich heute an sechs Enkel- und neun Urenkelkindern. Im Dezember 1991 kamen sie nach Deutschland. „Seit 1992 wohnen wir in unserer Wohnung“, erklären sie. Sie besuchten noch einmal die Schule, um die deutsche Sprache zu erlernen. Rückblickend betonen sie: „Wir haben in Düren unser Glück und unseren Frieden gefunden. In unserer Beziehung war alles dabei: Wir haben uns gezankt und geküsst.“

(kte)
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