Düren: Viele Reaktionen zum Thema Taxistand auf der Aachener Straße

Düren : Viele Reaktionen zum Thema Taxistand auf der Aachener Straße

Die neue Taxispur auf der Aachener Straße und die daraus resultierenden Rückstaus bewegen viele unserer Leser und auch bei Facebook werden sie munter diskutiert. Überwiegend melden sich Autofahrer zu Wort, die natürlich nicht begeistert sind. Sarah Maria Berners hat die Reaktionen zusammengetragen:

„Ich finde die Lösung nicht gut, es gibt Stau ohne Ende“, merkt unsere Leserin Christine Koenn aus Merzenich an. Ein anderer Kommentator schlägt vor, die Strecke wenigstens bis mittags freizulassen.

„Wegen ein paar Taxis, die vielleicht zu vorgerückter Stunde gebraucht werden, wird der gesamte Verkehr, der über eine der Hauptadern der Stadt fließt, ausgebremst. Und das alles auch noch vor der Nase der Polizei, die doch unter anderem auch für einen geregelten Verkehrsfluss zuständig ist“, bemängelt Klaus Thiele aus Hürtgenwald, dass die Autofahrer eine Woche lang schwitzen mussten. Er zeigt kein Verständnis dafür, dass die Ampelschaltung an der Kreuzung mit der Rurstraße nicht verändert wurde, um den Verkehr besser abfließen zu lassen und hofft, dass sich die Stadt im kommenden Jahr etwas Besseres einfallen lässt.

Auch Paul Fork aus Langerwehe ärgert sich über die neue Verkehrsführung: „Ich bin mit meinem Enkelkind am Mittwoch um 10.45 Uhr aus Langerwehe kommend zur Annakirmes gefahren. Wie immer wollte ich auf dem Parkplatz an der Dr.-Overhues-Allee parken. Ich wunderte mich, dass mein Navi Stau auf der B 264 meldete. 20 Minuten habe ich gebraucht, um den Kreuzungsbereich zu durchfahren. Etwas länger als ich von Hamich bis zum Stau gebraucht habe. Muss der Taxistand unbedingt auf der Hauptzufahrtsstraße zur Kirmes sein, oder können die Kirmesbesucher nicht auch ein paar Meter bis zu einem weniger hinderlichen Taxistand gehen? Von einem Taxi war natürlich weit und breit nichts zu sehen, und als dann noch die Schranken der Rurtalbahn schlossen, war das Chaos perfekt.“

„Es sind nur neun Tage im Jahr“

Eine Facebook-Nutzerin fragt sich, wie in der Enge Rettungsdienst, Polizei oder Feuerwehr ihren Einsatzort erreichen können. „Der Rückstau ist enorm. Wir haben schon gedreht und sind nen ordentlichen Umweg gefahren.“ Auch Friedrich Wirtz bemängelt, dass die Autofahrer den ganzen Tag über die Leidtragenden seien und man nur die Wünsche der Fußgänger und der Taxi-Unternehmen beachtet habe. Vor allem diese seien „deutlich übergewichtet worden“, kritisiert Wirtz. Er und mehrere andere Leser sprechen sich für einen Taxistand an der Rurstraße und von dort für eine Ausfahrt auf die Aachener Straße aus.

Es gibt jedoch auch positive Rückmeldungen zur neuen Verkehrsführung: Ein Kommentator bewertet die Lösung auf unserer Facebook-Seite mit „sehr gut“ und richtet einen Appell an alle, die dagegen sind: „1. es sind nur neun Tage im Jahr, 2. wird der Verkehr beruhigt, also langsamer, 3. wer das nicht akzeptiert, möge eine andere Strecke fahren.“

Ein anderer Kommentator findet die neue Taxi-Lösung vor allem für die Fußgänger und die Taxi-Kunden sehr gut: „Durch diese geänderte Verkehrsführung wird auf der Aachener Straße auch nicht mehr so schnell gefahren“, schildert er. Für die Anwohner und für die Fahrradfahrer hingegen sei diese Lösung schlecht. Das bestätigen auch andere Radler, die die verengte Fahrbahn als „Katastrophe“ beschreiben.

„Stadteinwärts blockieren abends die Taxis die freie Fahrt, das ist nicht gut. Die Beschilderung ist auch nicht eindeutig, wo man als Radfahrer fahren soll, Fahrradsymbole führen direkt in den Taxistand. Da wird es dann eng.“ Positiv bewertet dieser Leser, dass wegen des Parkverbots an der Aachener Straße mehr Platz für die Fußgänger ist. Diesen Umstand loben auch andere Dürener.

Nahkampf am Taxistand

Mit dem Taxistand hat unsere Leserin Elke Prinz aus Düren keine guten Erfahrungen gemacht, was aber nicht nur an dem neuen Konzept als an dem menschlichen Miteinander lag: „Wir wollten gegen 23.30 Uhr mit einem Taxi nach Hause fahren und haben uns an den Taxistand Richtung Monschauer Straße ordnungsgemäß an die abgesperrte Fläche gestellt. Was wir dann erleben mussten, ging über das übliche Maß von Missachtung jeglicher Rücksichtnahme weit hinaus. Da wurden Taxen regelrecht vor Einfahrt in den abgesperrten Bereich abgefangen, die Taxi-Türen mitten auf der Aachener Straße aufgerissen und beladen. Die Taxifahrer hatten eigentlich gar keine Chance, in den Taxibereich einzufahren. Bis hin zur August-Klotz-Straße konnte man dieses Verhalten beobachten“, schreibt Elke Prinz.

Sie berichtet auch von leicht angetrunkenen Personen, die versucht hätten, Fahrgäste wieder aus dem Taxi zu zerren. Wegen dieser Erfahrungen „finde ich diesen neuen Punkt des Sicherheitskonzeptes sehr bedenklich“, schreibt Prinz, die sich einen Sicherheitsdienst an der Aachener Straße wünscht, der diese Gefahrenlage hätte ausbremsen können.

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