Düren: Viele Projekte bringen Menschen einander näher

Düren : Viele Projekte bringen Menschen einander näher

Serap Güler, Staatssekretärin des Integrationsministeriums (Ministerium für Kinder, Flüchtlinge, Familie und Integration), war schon einmal, nämlich Anfang November 2017, auf Vermittlung der Integrationsagentur zu Besuch in der Evangelischen Gemeinde in Düren, wo sie sich über die landesgeförderten Projekte der „Migrantenselbstorganisationen“ (MSO) informierte.

Inzwischen sind die Vereine einem gemeinsamen Integrationszentrum näher gekommen und haben nach der Gründung ihres Dachverbandes ein geeignetes preiswertes Mietobjekt in der Innenstadt Düren gefunden. Davon machte sich die Staatssekretärin bei einem zweiten Besuch in der Rurstadt jetzt selbst ein Bild.

Stolz präsentierte der Verband Staatssekretärin Güler die neuen Räume. „Klein, aber fein“, sagte die Vorsitzende Vasuki Nandapalan. Unter dem Motto „Verbinden — Vernetzen — Vertrauen“ erhielt das Engagement der Vereine im gemeinsamen Dachverband den erhofften Schub.

„Das Zauberwort“, erklärte Winne Simon von der Integrationsagentur, „heißt ‚wir‘ und so wurde bereits eine Vielzahl an Projekten erfolgreich umgesetzt.“ Von Orientierungsrundgängen zu den verschiedenen kulturellen und sozialen Einrichtungen der Stadt, Hilfe bei der Wohnungssuche, bis hin zu Workshops in Musik, Tanz, Kunst und Kultur, bietet der Dachverband den Flüchtlingsfamilien viele interessante Mitmachaktionen, die sehr gerne angenommen werden. Zum Engagement der Initiative gehören darüber hinaus eine Fortbildung zum Thema „Wertebildung zwischen den Kulturen“, an der die Vorsitzende des Dachverbandes und eine Mitarbeiterin des kommunalen Integrationszentrums teilgenommen haben.

Nun vermitteln sie selbst Grundwissen über Erziehung und Werte in Deutschland. Auch Fener Abdel Rahman, Vorsitzender vom „Kurdisch-syrischen Hilfsverein für Flüchtlinge“ und Rinas Abdel Rahman schlossen sich dieser Fortbildung an. Daniel Gebremeskel vom „Eritreischen Verein für Frieden“ berichtete von der Gründung einer Fußballmannschaft, die mit einheimischen Vereinen trainiert. Sein Verein macht darüber hinaus zahlreiche Orientierungsangebote für Geflüchtete.

Akhma Nazarov und Ibrahim Nazarov vom „Özdangalla Nordkaukasischen Kultur- und Freundschaftsverein“ erzählten von gemeinsamem Fastenbrechen mit Flüchtlingsfamilien. Ein Schwerpunkt der Vereinsarbeit ist zudem der Ethik—Unterricht, in dem vor allem Jugendlichen Grundwerte unserer Gesellschaftsordnung nahegebracht werden.

Integrationsstaatssekretärin Serap Güler war besonders beeindruckt von der ethnischen Vielfalt. Für die weiteren Aktivitäten des Dachverbandes empfahl sie, das Augenmerk nicht nur auf die Zielgruppe der aktuell Geflüchteten, sondern auch auf schon länger in Deutschland lebende Zugewanderte zu richten.

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