April von Bodenfrösten geprägt: Viel Sonne und wenig Regen im 13. zu warmen Monat in Folge

April von Bodenfrösten geprägt : Viel Sonne und wenig Regen im 13. zu warmen Monat in Folge

Der milde April orientierte sich in allen Belangen am Vorjahresmonat ohne allerdings den Rekordmonat April 2018 zu übertreffen. Beginnen wir den Rückblick mit den Durchschnittstemperaturen.

In Nörvenich wurden 10,6 Grad erreicht, im Raum Düren und Jülich waren es 10,2 Grad, in Heimbach 9,1 Grad und in Vossenack 8,8 Grad. Die Abweichungen vom Mittelwert (1981 bis 2010) betrugen im Flachland +0,8 Grad und in der Rureifel +1,3 Grad.

In der ersten Monatshälfte regierte Hoch „Katharina“ mit viel Sonnenschein und milden Temperaturen. Zur Monatsmitte kühlte es dann deutlich ab, bevor die Ostertage fast sommerliches Frühlingswetter präsentierten. Karsamstag (20.) gab es den ersten Sommertag des Jahres in Düren mit 25 Grad (Aldenhoven 25,4 Grad). Bei sehr geringen Luftfeuchtewerten zwischen 20 und 25 Prozent herrschte an allen Ostertagen herrliche Fernsicht bei verbreitet 21 bis 25 Grad.

Die niedrigsten Temperaturen wurden in den Nächten vom 11. bis 15. April notiert: Heimbach und Vossenack -2.1 Grad und im Dürener Rurtal -1,9 Grad. Auch am 28. und 29. April mussten sich die Landwirte entlang der Rur neuerlicher Bodenfröste bis -2 Grad selbst in den Niederungen erwehren (hoch gelegene Täler erreichten sogar -5 Grad Bodenfrost). Nicht alle Blüten werden die häufigen Frostnächte überlebt haben. Die Beobachter im Flachland zählten vier bis sechs Luftfrostnächte (gemessen in zwei Metern Höhe) und gleich 13 Bodenfrostnächte im Rurtal bei Düren.

Im Vergleich zum Klimamittel in den Jahren 1961 bis 1990 war dieser April im Rheinland der dreizehnte zu warme Monat in Folge. Seit Beginn der Aufzeichnungen 1881 gab es das noch nie.

Der blaue Himmel dominierte den April und folglich gab es viel Sonnenschein, wie schon im April 2018. Im Schnitt lagen die Summen 40 bis 60 Stunden über den Langzeitwerten. Hier einige Beispiele: Aldenhoven 230 Stunden, Kreuzau-Drove 209, Vettweiß, Schmidt und Düren 205, Nörvenich 200, Hasenfeld 186 und in der Tallage Heimbach 175 Stunden.

Die Trockenheit der vergangenen Monate konnte im April nicht ausgeglichen werden. Staubwolken über den Feldern und überall sterbende Bäume in den Gartenanlagen. Der April war noch trockener als der im Vorjahr und dieser Trend zur Trockenheit lässt sich für den Monat April sogar zehn Jahre zurückverfolgen. Im Kreis Düren wurden kaum Unterschiede in den Niederschlagssummen festgestellt, Gewitter waren noch selten (nur am 8. und 24. April).

Niederschlagssummen

Hier einige Monatssummen zum Vergleich: 22 Liter pro Quadratmeter in Vettweiß und Schmidt, 23 Liter in Brandenberg und Drove, 25 Liter in Vlatten, 26 Liter am Tagebau Hambach, 28 Liter in Nörvenich, 29 Liter in Heimbach und Düren, 30 Liter in Hergarten, 31 Liter in Vossenack und Düttling sowie 37 Liter an der Kalltalsperre.

Nur 30 bis 60 Prozent der durchschnittlichen Werte wurden erreicht.

Winterlicher Schneefall im April ist keine Seltenheit, in diesem Jahr gab es nur einen Tag mit Schneedecke. Am Palmsonntag (14.) lagen um 8 Uhr im Südkreis örtlich ein bis zwei Zentimeter.

(kjl)