Aufführung der Theatergruppe der Kultur- und Naturfreunde Kelz

600 Zuschauer : Aufführung der Theatergruppe wie „Karneval im Frühjahr“

600 Karten waren für die drei Aufführungen verkauft worden. Die Theatergruppe der Kultur- und Naturfreunde Kelz zeigte in der Bürgerhalle in Lüxheim „Ein ehrenwertes Haus oder mehr Schein als Sein“.

Wer kennt die Geschichte nicht? Ein Mietshaus, egal wo, wenige Mietparteien, nicht mehr neu und eine Hausverwalterin, die alles hört, alles sieht und alles weiß, vor allen Dingen besser. Die Theatergruppe der Kultur- und Naturfreunde aus Kelz spielte in diesem Jahr „Ein ehrenwertes Haus oder mehr Schein als Sein“ in der Bürgerhalle in Lüxheim.

Bereits im Sommer treffen zwei Urgesteine der Schauspieler eine engere Auswahl und bestellen im Herbst das Stück. Vorab liest die Theatergruppe, die mittlerweile aus knapp 17 Laienschauspielern besteht, die Texte während ihrer wöchentlichen Proben im Kulturhaus durch. Nach der Karnevalssession probt die Gruppe sogar zweimal die Woche in der Bürgerhalle in Lüxheim. Die Theatergruppe gründete sich im Jahre 2003 bei den Kulturtagen und spielt seitdem nur Komödien. „Wir wollen den Zuschauern Freude bereiten, das Leben ist schon ernst genug, oder?“, tönte es aus den eigenen Reihen. Früher begrenzte man sich auf lediglich eine Aufführung, am vergangenen Wochenende spielten die Kelzer dreimal in der Bürgerhalle und immer war es ausverkauft. „Wir haben knapp 600 Karten verkauft, darauf sind wir sehr stolz“, sagte Koordinator Albert Müller, „Es ist wie Karneval im Frühjahr, in diesem Jahr sind die Leute besonders begeistert“.

In einer solchen Gruppe sind Bewegungen ganz normal, aber in diesem Jahr verzeichnete die Theatergruppe einen enormen Zuwachs. Ganze sechs neue Laienschauspieler stießen zu der Gruppe hinzu, die mit einer breiten Altersspanne von 20 bis 70 Jahren aufgestellt ist. In „Ein ehrenwertes Haus oder mehr Schein als Sein“ werden Einzelschicksale der verschiedensten Personen beschrieben und es taucht sogar ein Kriminalfall auf. Trude Stachel, gespielt von Rita Barkoff, ist die Hausverwalterin des Blocks und regiert dort wie eine Königin.

Nichts bleibt ihr verborgen, da sie es als ihre Pflicht sieht, alle Geheimnisse ihrer Mieter zu lüften. Neben Trude Stachel wirken in dem Stück die verschiedensten Typen mit. Die taube Mutter, gespielt von Anni Vogel, die alles falsch versteht, die Schwester, Emma Schmitz (Marion Fuß), die es im Leben nie leicht hatte. Die neue Mieterin Eva Lodes (Sarah Hambach) stößt direkt auf den faulen Hippie Edwin Meier (Lothar Strack), der ihr seine Hilfe beim Schleppen der Kartons anbietet. Claire Dupont (Silke Heinze) wohnt gemeinsam mit ihrer Tochter Chantal (Vanessa Marx) in dem Mietshaus und Frau Stachel beobachtet den wechselnden Männerbesuch, der aus ihrer Wohnungstür kommt.

Auch Frau Peters (Tanja Pieck) unterhält sich oft mit Frau Stachel über die neuesten Ereignisse im Haus. Sie beide schwärmen für Herrn Lohmann (Christian Jülich), der allerdings eine Geliebte (Anneliese Frings) hat. Der Polizist Jupp (Karl-Josef Zimmermann), der zum Kriminalfall gerufen wird, klärt Frau Stachel auf: In ihrem Haus hat ein Bösewicht Unterschlupf gesucht.

Die Komödie in drei Akten ist im Plausus-Theaterverlag erschienen und wurde von Samira Rippegather geschrieben und von Spielleiter Hans-Peter Lennartz überarbeitet.

(mie)
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